Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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Wir ſtiegen die Stufen hinauf, und befanden uns auf dem Gange; die drei Thuͤren deſſelben ſtanden offen.

Wir ſchlugen die mittlere ein und befanden uns in dem Salon, in welchem wir ſind. Er war ganz wie in dieſem Augenblicke erleuchtet.

Ich machte dieſe Thuͤre auf, und erkannte ein gro ßes Toiletten-Kabinet; dann dieſe andere, welche die meines Schlafzimmers war, und zu meinem großen Er⸗ ſtaunen befand ich mich meinem Portrait gegenuͤber.

Ich erkannte dasjenige, welches in dem Zimmer meines Vaters in Méridor war; der Graf hatte ohne Zweifel den Baron darum gebeten und es von ihm er⸗ langt.... 1

Ich ſchauderte bei dieſem neuen Beweiſe, daß mich mein Vater bereits als die Gattin des Herrn von Mon⸗ ſoreau betrachtete.

Wir durchwanderten die Wohnung: ſie war einſam,

aber Nichts fehlte in ihr; in allen Kaminen war Feuer, und in dem Speiſezimmer erwartete mich ein ganz ge⸗ deckter Tiſch. n

Ich warf raſch die Augen auf dieſen Tiſch; es befand ſich nur ein einziges Gedeck auf ihm, und ich be⸗ ruhigte mich wieder.

— Nun, Fraͤulein, ſagte Gertrude zu mir, Ihr ſeht, der Graf haͤlt ſein Verſprechen bis ans Ende.

— Leider, ja, antwortete ich mit einem Seufzer, denn es waͤre mir lieber geweſen, er haͤtte mich der mei⸗ nigen dadurch entbunden, daß er gegen irgend eine ſei⸗ ner Verſprechungen gefehlt haͤtte.

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