Bald rief er ihn, um ihm irgend einen merkwuͤrdi⸗ gen Scherz zu erzaͤhlen, welcher, ſpaßhaft oder nicht, das Vorrecht hatte, Saint⸗Luc in ſchallendes Gelaͤch⸗
ter ausbrechen zu laſſen. Bald bot er ihm aus ſeiner
Confectbuchſe gebrannte Mandeln oder uͤberzuckerte Fruͤch⸗ te an, welche Saint⸗ Luc koͤſtlich fand. Endlich, wenn Saint⸗Luc einen Augenblick lang aus dem Saale ver⸗ ſchwand, in welchem ſich der Koͤnig befand, um in den anderen Saͤlen die Honneurs des Hauſes zu machen, ſo ließ ihn der Koͤnig auf der Stelle durch einen ſeiner Pa⸗ gen oder ſeiner Officiere rufen, und Saint⸗Luc kehrte zuruͤck, ſeinem Herrn zuzulaͤcheln, der nur zufrieden ſchien, wenn er ihn wieder ſah.
Ploͤtzlich hoͤrte Heinrich ein Getoͤſe, das laut genug war, um in Mitte dieſes Getuͤmmels bemerkt zu wer⸗ den.
— Ha, ha! Es ſcheint mir, daß ich die Stimme Chicots hoͤre. Hoͤrſt Du, Saint⸗ Luc, der Koͤnig wird boͤs.
— Ja, Sire, ſagte Saint⸗Luc, ohne daß er die Anſpielung Seiner Majeſtaͤt zu bemerken ſchien, er ſtrei⸗ tet ſich mit Jemandem, wie mir ſcheint.
— Sieh, was es giebt, ſagte der Koͤnig, und keh⸗ re auf der Stelle zuruͤck es mir zu ſagen.
Saint⸗Luc entfernte ſich.
In der That, man hoͤrte Chicot, welcher naͤſelnd ſchrie, wie es der Koͤnig bei gewiſſen Veranlaſſungen that.
— Ich habe indeſſen Aufwandsgeſetze erlaſſen. Aber
Die Dame von Monſoreau. Erſter Band. 2


