Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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vielmehr fuͤr ſich geſtrebt, und ſie regierte unter ſeinem Namen, wobei ſie immerhin das Anſehn hatte, ſich von den irdiſchen Dingen los zu ſagen, und nur noch fuͤ das Heil ihrer Seele beſorgt zu ſein. d Ganz beunruhigt, keine koͤnigliche Perſon anlangen zu ſehen, ſuchte Saint⸗Luc ſeinen uͤber dieſe drohende Abweſenheit ſehr erſchuͤtterten Schwiegervater zu beruhigen. Wie Jedermann, von der Freundſchaft uͤberzeugt, welche Koͤnig Heinrich fuͤr Saint⸗Luc hegte, hat er ſich mit einer Gunſt zu verbinden geglaubt, und jetzt heirathete ſeine Tochter im Gegentheile Etwas, das wie eine Un⸗ gnade ausſah. Saint⸗Luc gab ſich alle erdenkliche Muͤhe, ihm eine Zuverſicht einzufloͤßen, die er ſelbſt nicht hatte, und ſeine Freunde Maugiron, Schomberg und Quelus, in ihren praͤchtigſten Koſtuͤmen, ganz ſteif in ihren glaͤn⸗ zenden Waͤmmſern, deren ungeheure Krauſen, wie bei dem Feſte des Herodes, Schuͤſſeln glichen, welche ihre Koͤpfe trugen, erhoͤheten dieſe Bangigkeit noch durch ihr ſpoͤttiſches Bedauern. 3

Ei, mein Gott, mein armer Freund, ſagte Que⸗

lus, ich glaube wahrlich, daß Du dieſes Mal verloren biſt! Der Koͤnig iſt Dir boͤs, weil Du Dich uͤber ſei⸗ nen Rath luſtig gemacht haſt, und Herr von Anjou iſt hen boͤs, weil Du Dich uͤber ſeine Naſe luſtig gemacht haſt.

Aber nein, antwortete Saint Luc, der Koͤnig kommt nicht, weil er eine Wallfahrt zu den Franzis⸗ kanern des Waldes von Vincennes gemacht hat, und der Herzog von Anjou iſt abweſend, weil er in irgend