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keine Kinder hat; daß nach ihm der Thron mir zufaͤllt; daß er eine ſchwankende Geſundheit hat. Warum ſollte ich demnach mit allen dieſen Leuten Aufruhr ſtiften, warum ſollte ich meinen Namen, meine Wuͤrde, meine Liebe in einem nutzloſen Wetteifer auf das Spiel ſetzen, warum endlich ſollte ich verſuchen, Dasjenige mit Ge⸗ fahr zu nehmen, was mir ohne Gefahr zufallen wird?
— Darin liegt gerade der Irrthum Eurer Hoheit, ſagte Monſoreau: der Thron Eures Bruders wird Euch nur dann zufallen, wenn Ihr ihn nehmt. Die Herren von Guiſe koͤnnen nicht ſelbſt Koͤnige werden, aber ſie werden nur einen Koͤnig nach ihrer Weiſe herrſchen laſ⸗ ſen; ſie hatten darauf gerechnet, daß Eure Hoheit die⸗ ſer Koͤnig werden wuͤrde, den ſie an die Stelle des regierenden Koͤnigs ſetzen muͤſſen; aber ich ſage Euch im Voraus, daß ſie auf die Weigerung Eurer Hoheit einen Anderen ſuchen werden.
— Und wen denn, rief der Herzog von Anjou aus, indem er die Stirn runzelte, wer wuͤrde es denn wa⸗ gen, ſich auf den Thron Karls des Großen zu ſetzen?
— Ein Bourbon, ſtatt eines Valois, das iſt Alles, gnaͤdiger Herr, ein Sohn des heiligen Ludwig ſtatt ei⸗ nes Sohnes des heiligen Ludwig.
— Der Koͤnig von Navarra? rief Franz aus.
— Warum nicht? Er iſt jung, er iſt tapfer, er hat freilich keine Kinder; aber man iſt ſicher, daß er welche erhalten kann.
— Er iſt Hugenot.


