— 30—
— Es iſt ſehr unvorſichtig von Eurer Hoheit, ſo Nachts durch die Straßen zu gehen.
— Wer ſagt Euch, daß ich in den Straßen gewe⸗ ſen bin?
— Dann! Dieſer Staub, der Eure Kleider bedeckt, gnaͤdiger Herr...
— Herr von Monſoreau, ſagte der Prinz in einem Tone, uͤber den man ſich nicht taͤuſchen konnte, treibt Ihr denn noch ein anderes Gewerbe, als das des Ober⸗ jaͤgermeiſters?
— Das Gewerbe des Spions? Ja, gnaͤdiger Herr. Jedermann beſchaͤftigt ſich heut zu Tage damit etwas mehr, oder etwas weniger, und ich, wie die Anderen.
— Und was traͤgt Euch dieſes Gewerbe ein, mein Herr?
— Zu wiſſen, was vorgeht.
— Das iſt merkwuͤrdig, ſagte der Prinz, indem er ſich ſeiner Schelle naͤherte, um im Stande zu ſein, zu rufen.
— Sehr merkwuͤrdig, ſagte Monſoreau.
— Dann erzaͤhlt mir, was Ihr mir zu ſagen habt.
— Ich bin desha b gekommen.
— Ihr erlaubt, daß ich mich ſetze?
— Keinen Spott, gnädiger Herr, gegen einen ge⸗ horſamen und getreuen Diener, wie ich bin, der zu die⸗ ſer Stunde, und in dem Zuſtande, in welchem er ſich befindet, nur kommt, um Euch einen ausgezeichneten Dienſt zu erweiſen. Wenn ich mich geſetzt habe, gnaͤdi⸗
..


