Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

eit,

Koͤnigliche Hoheit,— das bedeutete fuͤr Herrn von Meridor, wie fuͤr jeden Anderen, ausgenommen den Koͤnig, unwiderſtehliche Gewalt, das heißt Blitz und Donner.

Sobald der Morgen angebrochen, nahm der Baron Abſchied von ſeinen Gaͤſten, denen er ihre Wohnung im Schloſſe anwies; aber Saint-⸗Luc und ſeine Gattin, welche die Schwierigkeit der Stellung einſahen, nahmen ſich vor, Meridor, ſo bald es ſich thun ließe, zu ver⸗ laſſen, und nach dem benachbarten Gute Briſſac zuruͤck⸗ zukehren, ſo wie man ſich der Einwilligung des ſchuͤch⸗ ternen Marſchalls verſichert haͤtte.

Was Buſſy anbetrifft, ſo bedurfte er nur einer Secunde, um ſein ſeltſames Verfahren zu rechtfertigen. Herr des Geheimniſſes, welches er beſaß, und das er mittheilen konnte, wem es ihm gut duͤnkte, glich Buſſy einem der Morgenlaͤndern ſo werthen Zauberer, welche mit dem erſten Schlage ihres Zauberſtabes allen Augen Thraͤnen entlocken koͤnnen, und die mit dem zweiten Al⸗ ler Augen erheitern und aller Lippen mit einem freudi⸗ gen Laͤcheln oͤffnen.

Dieſe Sekunde, von der wir geſagt haben, daß ſie genuͤge, ſo große Veraͤnderungen zu bewirken, wurde von ihm dazu angewandt, leiſe einige Sylben in das Ohr zu fluͤſtern, welches ihm die reizende Gatiin Saint⸗ Lucs begierig hinſtreckte. 3

Sobald dieſe wenigen Sylben ansgeſpeochn waren, erheiterte ſich das Geſicht Johanna's; ihre ſo reine Stirn faͤrbte ſich mit einem koͤſtlichen Roth. Man ſah