Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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Die Ankunft von Billot und Pitou war eine Ver⸗ ſtärkung für ſie.

Billot, den man rächte, Billot lebte; Billot war nicht einmal verwundet, es hatte ſich nur das Brett unter ſeinem Fuße gedreht. Er hatte nur ein Schlamm⸗ bad genommen, und nichts Anderes.

Auf die Schweizer war man hauptſächlich erboſt, doch man fand keine Schweizer mehr. Sie hatten Zeit gehabt, Kittel von grauer Leinwand anzuziehen, und man hielt ſie für Knichte oder für Gefangene. Die Menge zerſchmetterte mit Steinwürfen die zwei Ge⸗ feſſelten der Uhrtafel. Die Menge eilte auf die Höhe der Thürme, um die Kanonen zu beſchimpfen, die den Tod geſpieen hatien. Die Menge packte die Steine an und machte ſich die Häͤnde blutig, indem ſie die⸗ ſelben ausreißen wollte.

Als man die erſten Sieger auf der Plattform er⸗ ſcheinen ſah, ließ Alles, was außen war, das heißt, hunderttauſend Menſchen, ein ungeheures Geſchrei ver⸗ nehmen.

Dieſes Geſchrei erhob ſich über Paris und ſchwang ſich wie ein Adler mit raſchen Flugeln uber Frank⸗ reich hin:

Die Baſtille iſt genommen!

Bei dieſem Ruf zerſchmolzen die Herzen, befeuch⸗ teten ſich die Augen, öffneten ſich die Arme; es gab keine entgegengeſetzte Parteien, keine feindliche Kaſten maͤhr; alle Pariſer fühlten, daß ſie Brüder, alle Men⸗ ſchen begriffen, daß ſie ſrei waren.

Eine Million Menſchen hielt ſich in gegenſeitiger Umarmung.

Billot und Piton waren im Gefolge der Einen und den Andern voranſchreitend eingedrungen; ſie wollten nicht ihren Antheil am Triumph, ſondern die Freiheit der Gefangenen.

Als ſie durch den Hof des Gouvernement kamen, gingen ſie an einem Mann in grauem Rock vorüber,