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Nach ſünf Minuten werden ſie im Triumph um⸗ hergetragen und umarmt, ſo kothig ſie ſind.
Der Eine gibt Billot einen Schluck Branntwein, der Andere ſtopft Pitou mit Wurſt und gießt Wein darauf.
Ein Dritter reibt ſte ab und führt ſie in die Sonne.
Plötzlich durchzuckt ein Gedanke, oder vielmehr eine Erinnerung den Geiſt von Billot; er entreißt ſich der geſchäftigen Sorge der Theilnehmenden und eilt gegen die Baſtille zu.
„Zu den Gefangenen!“ ruft er im Laufe,„zu den Gefangenen!“
„Ja, zu den Gefangenen!“ ruft Pitou, dem Pächter nacheilend.
Die Menge, welche bis dahin nur an die Henker gedacht hatte, bebt im Gedanken an die Opfer.
Sie wiederholt mit einem Schrei:„Ja, ja, zu den Gefangenen!“
Und ein neuer Strom von Angreifenden durchbricht die Dämme und ſcheint die Seiten der Feſtung zu er⸗ weitern, um die Freiheit hineinzutragen.
Ein entſetzliches Schauſpiel bot ſich nun den Au⸗ gen von Billot und Piton. Trunken, wüthend, raſend, war die Menge in die Höfe geſtürzt. Den erſten Sol⸗ daten, der ihr in die Haͤnde gefallen, hatte ſie in Stuͤcke gehauen.
Gonchon ließ ſie gewähren. Ohne Zweifel dachte er, der Zorn des Volkes ſei wie der Strom der großen Flüſſe, er richte mehr Unheil an, wenn man ihn auf⸗ zuhalten ſuche, als wenn man ihn ruhig ſich verlau⸗ ſen laſſe.
Elie und Hullin dagegen hatten ſich den Schläͤch⸗ tern entgegengeworfen: ſie baten, ſie flehten, ſie ſagten, — eine erhabene Lüge— ſie haben der Garniſon die Erhaltung ihres Lebens verſprochen.
Ange Pitou. I. 16


