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Gebrülle der Menge, als das Volk abermals vorſtürzte, um die Todten aufzuheben und ſich eine Waffe aus dieſen Leichnamen zu machen, welche durch den Mund ihrer Wunden um Nache ſchreien werden, erſcheint am Eingang des erſten Hofes ein kleiner Haufen von ruhi⸗ gen Bürgern ohne Waffen; ſie durchſchneiden die Menge und ſchreiten vor, bereit, ihr Leben zu opfern, das nur durch die weiße Fahne, die ihnen vorangeht und Par⸗ lamentäre bezeichnet, geſchützt wird.
Das iſt eine Deputation des Stadthauſes; die Wähler wiſſen, daß ſich die Feindſeligkeiten enkſponnen haben; ſie wollen dem Blutvergießen Einhalt thun, und man zwingt Fleſſelles, dem Gouverneur neue Vor⸗ ſchläge zu machen.
Dieſe Deputirten kommen im Namen der Stadt, um Herrn de Launay aufzufordern, das Feuer einzu⸗ ſtellen und, um zugleich das Leben der Bürger, das ſeinige und das der Garniſon zu ſchirmen, hundert WMan Bürgergarde im Innern der Feſtung aufzu⸗ nehmen.
Das iſt es, was die Deputirten auf ihrem Wege verbreiten. Selbſt erſchrocken über die Unternehmung, die es begonnen, iſt das Volk, das die Verwundeten und die Todten auf Bahren vorübertragen ſieht, bereit, dieſen Vorſchlag zu unterſtützen; de Launay nehme eine
halbe Niederlage an, und es wird ſich mit einem hal⸗
ben Siege begnügen..
Bei ihrem Anblick hört das Feuer des zweiten Hofes auf; man bedeutet ihnen durch ein Zeichen, daß ſte näher kommen können, und ſie nähern ſich in der That, im Blute ausgleitend, über die Leichname ſtei⸗ gend, den Verwundeten die Hand reichend.
Das Volk gruppirt ſich zu ihrem Schutze, Leich⸗ name und Verwundete werden weggetragen; mit großen purpurrothen Flecken das Pflaſter der Hoͤfe beſprenkelnd, bleibt das Blut allein.
Von Seiten der Feſtung hat das Feuer aufgehört.
Ange Pitou. 1. 15


