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pfindlich zu ſein; nicht zu vergeſſen, daß er der Unter⸗ than und ſie die Königin; daß er ein Mann, das heißt zur Ehrfurcht verbunden, daß ſie eine Frau, das heißt berechtigt, Rückſichten zu verlangen.
Und da er ſeinem ungeſtümen, ſtets zum Ausbruch geneigten Charakter mißtraute, ſo warf er ſeinen Degen hinter einen Holderbuſch, der einen Kaſtanienbaum umgab.
Mittlerweile waren die zwei Damen zu demſelben Ort wie am Tage zuvor gelangt. Auch wie am vor⸗ hergehenden Tage erkannte Charny die Königin, und dieſe umhüllte ihre Stirne mit ihrer Caleche, während die dienſteifrige Freundin aus ſeinem Verſteck den Un⸗ bekannten holte, den man Monſeigneur nannte.
Dieſes Verſteck, was war es? das fragte ſich
Charny. Wohl lag in der Richtung, welche die Ge⸗ fällige nahm, der Apollo⸗Badeſaal, beſchützt von den hohen Hagebuchen und dem Schatten ſeiner marmornen Pilaſter; doch wie konnte ſich der Unbekannte hier verbergen? wo kam er herein?
Charny erinnerte ſich, daß auf dieſer Seite des Parkes eine kleine Thüre vorhanden war, ähnlich der, welche die Damen öffneten, um zum Rendezvous zu kommen. Der Unbekannte hatte ohne Zweiſel einen Schlüſſel zu dieſer Thüre. Er ſchlüpfte hier durch bis zu den Apollo⸗Bädern und wartete, bis man ihn holte.
Alles war auf dieſe Art feſtgeſtellt; dann entfloh Monſeigneur durch dieſelbe Thüre nach ſeiner Unter⸗ redung mit der Königin.
Charny erblickte nach einigen Minuten den Mantel und den Hut, wie er es am Tage vorher geſehen hatte.
Diesmal ging der Unbekannte auf die Königin nicht mehr mit der ehrfurchtsvollen Zurückhaltung zu; er kam mit großen Schritten, ohne daß er zu laufen wagte, doch ſchneller gehend wäre er gelaufen.
An ihren großen Baum angelehnt, ſetzte ſich die
Königin auf den Mantel, den dieſer neue Raleigh für


