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unwiderruflichen Gelübden am nächſten ſteht, ſondern Du biſt es, der ſie ſchon gethan hat.“ „Du haſt Recht, meine Schweſter, und ohne unſern ater... „Unſer Vater! ah! Philipp, ſprich nicht ſo,“ er⸗
wiederte Andrée voll Bitterkeit,„muß ein Vater nicht
die Stütze ſeiner Kinder ſein oder ihre Unterſtützung annehmen? Nur unter dieſer Bedingung iſt er der Vater. Was thut der unſere, frage ich Dich? Haſt Du je den Gedanken gehabt, Herrn von Taverney ein Geheimniß anzuvertrauen? Und hältſt Du ihn für fähig, Dich zu ſich zu rufen, um Dir eines von ſeinen Geheimniſſen mitzutheilen? Nein,“ fuhr Andrée mit einem Ausdruck von Kummer fort,„Herr von Taverney iſt gemacht, um allein in dieſer Welt zu leben.“
„Das will ich wohl glauben, Andrée, doch er iſt nicht gemacht, um allein zu ſterben.“
Dieſe Worte, mit einer ſanften Strenge geſprochen, erinnerten die junge Frau daran, daß ſie ihrem Zorn, ihrer Bitterkeit, ihrem Groll gegen die Welt zu viel Platz in ihrem Herzen ließ.
„Ich moͤchte nicht, daß Du mich für ein Mädchen ohne Gemüth hielteſt,“ erwiederte ſie;„Du weißt, ob ich eine zärtliche Schweſter bin, aber es wollte hienie⸗ den Jeder in mir den ſympathetiſchen Inſtinct tödten, der ihm entſprach. Gott hatte mir bei der Geburt, wie jedem Geſchöpf, eine Seele und einen Leib gegeben, über dieſe Seele und dieſen Leib kann jedes menſchliche Geſchöpf, für ſeine Ehre, in dieſer und in der andern Welt verfügen. Ein Mann, den ich nicht kannte, hat meine Seele genommen,— Balſamo;— ein Mann, den ich kaum kannte, und der kein Mann für mich war, hat meinen Leib genommen,— Gilbert.— Ich wie⸗ derhole Dir, Philipp, um eine gute und fromme Tochter zu ſein, fehlt mir nur ein Vater. Gehen wir zu Dir über, unterſuchen wir, was Dir der Dank bei den Großen der Erde eingetragen hat, Dir, der Du ſie liebteſt.“


