Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Zweite Abteilung, Das Halsband der Königin : 10. und 11. Bändchen (1850) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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durch den Balſam oder durch das Eiſen geheilt; die Frau, deren Namen er jeden Augenblick anruft, tödte ihn oder heile ihn.

Das ſind von Ihren Ertremen, unterbrach die Königin, wieder in ihre Ungeduld verfallend.Tödten!... heilen!... große Worte! Tödtet man einen Mann mit einer Härte? heilt man einen armen Narren mit einem Lächeln?

Ah! wenn Sie auch ungläubig ſind, ſo habe ich nichts mehr zu thun, als Eurer Majeſtät meinen unter⸗ thänigſten Reſpect zu bezeigen.

ac ſn Sie vor Allem hören, handelt es ſich um mich? Ich weiß nichts davon und will nichts davon wiſſen; ich wiederhole Ihnen nur, daß Herr von Charny ein vernünftiger Narr iſt, daß die Vernunft zugleich wahnſinnig machen und tödten kann, daß die Tollheit zugleich vernünftig machen und heilen kann. Wenn Sie alſo dieſes Schloß von Schreien, von Träumen und von Aergerniß befreien wollen, ſo werden Sie einen Entſchluß faſſen.

Welchen?

Ah! ja, welchen? Ich mache nur Verordnungen und rathe nicht. Bin ich ganz ſicher, gehört zu haben, was ich gehört habe, geſehen zu haben, was meine Augen geſehen?

Nehmen Sie an, ich verſtehe Sie, was wird daraus hervorgehen?

Ein zweifaches Glück: das eine, das beſſere für Sie, wie für Alle, iſt, daß der Kranke, durch das untrügliche Stilett, welches man die Vernunft nennt, im Herzen getroffen, ſeinen Todeskampf, welcher beginnt, ſich endigen ſteht; das andere... nun wohl... das andere.. Oh, Madame entſchuldigen Sie mich, ich habe mir das Unrecht zu Schulden kommen laſſen, zwei Ausgänge aus dem Labyrinth zu ſehen. Es gibt nur einen für Marie Antoinette, die Königin von Frankreich.