Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Zweite Abteilung], Das Halsband der Königin : 1.-4. Bändchen (1849) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Fheſtuns. als mehr unmittelbar örtliche Leiter dienen ollten.

Und vor Allem begann, ſobald die Sitzung eröffnet war, eine gewiſſe ſanfte und eindringliche Wärme im Saale zu kreiſen; ſie erweichte die ein wenig geſpannten Fibern der Kranken; ſie ſtieg ſtufenweiſe vom Boden zur Decke auf, und ſchwängerte ſich mit zarten Wohl⸗ gerüchen, unter deren Dunſt ſich die widerſpenſtigen Gehirne beſchwert neigten.

Dann ſah man die Kranken dem ganz wollüſtigen Eindruck dieſer Atmoſphäre ſich hingeben, als plötzlich eine ſanfte, vibrirende Muſik, ausgeführt von unſicht⸗ baren Inſtrumenten und unſichtbaren Muſikern, ſich wie eine milde Flamme inmitten dieſer Wohlgerüche und dieſer Wärme verlor.

Rein wie der Kryſtall, an deſſen Rand ſie ihren Urſprung nahm, traf dieſe Muſik die Nerven mit einer unwiderſtehlichen Macht. Man hätte glauben ſollen, es wäre eines von jenen unbekannten und geheimniß⸗ vollen Geräuſchen, welche ſelbſt die Thiere in Erſtaunen ſetzen und entzücken, eine Klage des Windes in den ſonoren Schneckengewinden der Felſen.

Bald verbanden ſich mit den Tönen der Harmonie wohlklingende Stimmen, gruppirt wie eine Maſſe von Blumen, deren Noten, verſtreut wie Blätter, auf den Kopf der Anweſenden fielen. 4

Auf allen den Geſichtern, die das Erſtaunen An⸗ fangs belebt hatte, trat allmälig die materielle Be⸗ friedigung, der an allen ihren empfindlichen Stellen

geſchmeichelt wurde, hervor. Die Seele gab nach; ſie

verließ den Zufluchtsort, wo ſie ſich verbirgt, wenn ſie die Leiden des Körpers belagern, und ſrei und freudig ſich in der ganzen Organiſation verbreitend, bezähmte ſie die Materie und verwandelte ſich.

Dieß war der Augenblick, wo jeder von den Kranken in ſeine Finger eine an den Deckel der Kufe angefügte eiſerne Stange genommen hatte, und dieſe Stange auf