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Alle waren ſehr wohlthätig, doch es hatte keine den Gedanken gehabt, ein Schild an das Wohlthätig⸗ keitsbüreau zu hängen.
Vergebens erkundigte ſich daher Jeanne nach den zwei Damen, die ſie beſucht hatten; vergebens ſagte ſie, eine von den zwei Damen heiße Andrée. Man kannte in Verſailles keine deutſche Dame dieſes Na⸗ mens, der überdieß ſehr wenig deutſch war.
Die Nachforſchungen führten alſo auf dieſer Seite kein Reſultat herbei.
Herrn von Rohan unmittelbar nach dem Namen fragen, den er muthmaßte, hieß vor Allem ihn ſehen laſſen, man habe Gedanken über ihn, es hieß ferner, ſich das Vergnügen und das Verdienſt einer aller Welt zum Trotz und außer allen Möglichkeiten gemachten Entdeckung.
Da aber Geheimniß in dem Schritte dieſer Da⸗ men bei Jeanne, Geheimniß in dem Erſtannen und den Verſchweigungen von Herrn von Rohan geweſen war, ſo mußte man mit Geheimniß zu dem Schlüſſel von ſo vielen Räthſeln gelangen.
Es lag überdieß eine mächtige Neigung in dem Charakter von Jeanne für dieſen Kampf mit dem Un⸗ bekannten.
Sie hatte in Paris ſagen hören, es habe ſeit einiger Zeit ein Mann, ein Erleuchteter, das Mittel gefunden, aus dem Körper des Menſchen die Krank⸗ heiten und Schmerzen auszutreiben, wie einſt Chriſtus die Teufel aus dem Leib der Beſeſſenen ausgetrieben.
Sie wußte, daß dieſer Mann nicht nur die kör⸗ perlichen Uebel heilte, ſondern daß er auch der Seele das ſchmerzliche Geheimniß entriß, das ſie unter⸗ wühlte. Man hatte unter ſeiner allmächtigen Be⸗ ſchwörung den hartnäckigen Willen ſeiner Clienten ſich erweichen und in eine ſklaviſche Gelehrigkeit verwan⸗ deln ſehen.
In dem Schlaf, der auf die Schmerzen folgte, nachdem der gelehrte Arzt die aufgeregteſte Organi⸗


