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zu bilden, wie er Roſa die Tulpe geſtohlen hat, um ſich dadurch ſeinen Ruhm und ſein Vermögen zu ſchaffen.
Noch eine Viertelſtunde, und der Prinz wird kom⸗ men, der Zug wird beim letzten Ruhealtar Halt ma⸗ chen, die Tulpe iſt auf ihren Thron gelegt, der Prinz, der dieſer Nebenbuhlerin in der öffentlichen Anbetung den Vortritt gewährt, wird ein prachtvoll illuminirtes Pergament nehmen, auf das der Name des Urhebers geſchrieben iſt, und mit lauter, verſtändlicher Stimme verkündigen, es ſei ein Wunder entdeckt worden, Hol⸗ land habe durch den Dazwiſchentritt von Boxtel die Natur gezwungen, eine ſchwarze Tulpe hervorzubrin⸗ gen, und dieſe ſchwarze Tulpe werde fortan Tulipa nigra Boxtellea heißen.
Von Zeit zu Zeit verläßt indeſſen Boxtel einen Moment mit den Augen die Tulpe und die Börſe, und ſchaut ſchüchtern in die Menge, denn in dieſer Menge befürchtet er über Alles das bleiche Geſicht der ſchönen Frieſin zu erſchauen.
Das wäre begreiflicher Weiſe ein Geſpenſt, das ſein Feſt nicht mehr, nicht minder ſtören würde, als dasteGeſpenſt von Banco das Gaſtmahl von Macbeth
örte.
Und, bemerken wir dies ſogleich, dieſer Menſch, der über eine Mauer geſtiegen iſt, welche nicht ſeine Mauer war, der ein Fenſter erklettert hat, um in das Haus ſeines Nachbars einzudringen, der mit einem falſchen Schlüſſel das Zimmer von Roſa verletzt hat, dieſer Menſch endlich, der den Ruhm eines Mannes und die Mitgift einer Frau geſtohlen, dieſer Menſch betrachtet ſich nicht als einen Dieb.
Er hat dergeſtalt über dieſer Tulpe gewacht, er hat ſie ſo glühend von der Schublade der Trockenſtube von Cor⸗ nelius van Baerle bis zum Schaffot des Buitenhof, vom Schaffot des Buitenhof bis zum Gefängniß der Feſtung Lövenſtein verfolgt, er hat ſie dergeſtalt am Fenſter von Roſa entſtehen und wachſen ſehen, er hat ſo oft die Luft
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