Teil eines Werkes 
Die schwarze Tulpe / von Alexander Dumas ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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folgenden Seiten wohl oder übel halten; wir bemer⸗ ken, ſagen wir, dem Leſer, daß dieſe Erklärungen ebenſo unerläßlich für die Klarheit unſerer Geſchichte, als für das Verſtändniß des großen politiſchen Ereig⸗ niſſes iſt, in welches ſich dieſe Geſchichte einrahmt. Cornelius de Witt, Ex⸗Bürgermeiſter von Dort⸗ recht, ſeiner Vaterſtadt, und Abgeordneter bei den Ge⸗ neralſtaaten von Holland, war einundvierzig Jahre alt, als das holländiſche Volk der Republik, wie ſie Jobann de Witt, Großpenſionär von Holland vorſtand, müde, eine heitige Liebe für die Stadhouderſchaft faßte, welche das von Johann de Witt den Vereinigten Provinzen auferlegte Edict für immer aufgehoben hatte.

Da es ſelten vorkommt, daß in ſeinen launenhaften Bewegungen der Volksgeiſt nicht einen Menſchen hinter einem Princip ſieht, ſo ſah das Volk hinter der Republik die zwei ernſten Geſtalten der Brüder de Witt, dieſer Römer Hollands, welche es verachteten, dem Geſchmacke der Nation zu ſchmeicheln, und unbeugſame Freunde blieben einer Freiheit ohne Zügelloſigkeit und eines Wohlſtandes ohne Ueberfluß, wie es hinter der Stad⸗ houderſchaft die gebeugte, ernſte, nachdenkende Stirne des jungen Wilhelm von Oranien ſah, dem ſeine Zeit⸗ genoſſen den Namen: der Schweigſame gaben, welchen ſodann die Nachwelt adoptirte.

Die zwei Brüder de Witt benahmen ſich äußerſt bpehutſam gegen Ludwig XIV., deſſen wachſendes mora⸗ liſches Uebergewicht über ganz Europa ſie fühlten, und deſſen materielle Gewalt über Holland ſie durch den wunderbaren Feldzug am Rhein empfunden hatten, der durch den Romanhelden, welchen man den Grafen von Guiche nannte, verherrlicht und ſpäter durch Boileau

beſungen worden iſt, ein Feldzug, der in drei Monaten

die Macht der Vereinigten Staaten niedergeworfen

hatte. Ludwig XVv. war ſeit langer Zeit der Feind Holländer, die ihn nach ihren beſten Kräften ſchmähten

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