Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 11.-14. Bändchen (1845) Vingt ans après
Entstehung
Einzelbild herunterladen

321

Bernouin, der Cardinal erwarte ihn in wichtigen An⸗ gelegenheiten. 3

Er begab ſich ſogleich zu dem Cardinal.

Mein Herr, ſagte Mazarin,man ſpricht von einer Meuterei in Paris. Ich werde links vom König ſitzen, und da ich hauptſächlich bedroht bin, ſo haltet CEuch am Kutſchenſchlage links.

1Euere Eminenz beruhige ſich, erwiederte d'Arta⸗ gnan, man wird kein Haar von Ihrem Haupte berühren.

Teufel! murmelte er, als er im Vorzimmer war,wie ſoll ich mich da herausziehen? Ich kann nicht zugleich am Kutſchenſchlage links und an dem

5 rechts ſein. Ah, bah! ich bewache den König, und Porthos bewacht den Cardinal. Dieſe Anordnung befriedigte Jedermann, was ziem⸗ lich ſelten iſt. Die Königin hatte Zutrauen zu dem Muthe von d'Artagnan, den ſie kannte, und Mazarin zu der Tapferkeit von Porthos, die er erprobt hatte. . Der Zug ſetzte ſich nach Paris in einer zu⸗ vor beſtimmten Folge in Bewegung. Guitaut und Comminges marſchirten an der Spitze der Garden voraus; dann kam der königliche Wagen, an einem 3 von ſeinen Schlägen d'Artagnan, am andern Porthos; hierauf folgten die Musketiere, die alten Freunde von d'Artagnan ſeit zweiundzwanzig Jahren, ihrem Lieute⸗ nant ſeit zwanzig, ihrem Kapitän ſeit dem Tage vorher. Als man an die Barriére gelangte, wurde der Wagen von einem gewaltigen:Es lebe der König! Es lebe die Königin! begrüßt. Einige Rufe:Es lebe Mazarin! miſchten ſich darein, fanden aber keine Echos. Man begab ſich nach der Notre⸗Dame, wo das Ie Deum geſungen werden ſollte. Die ganze Bevölkerung von Paris war auf den Straßen. Man hatte die Schweizer am Wege als Spaliere aufgeſtellt. Da aber der Weg 3 lang war, ſo ſtanden ſie immer auf ſechs bis acht Schritte Entfernung von einander und nur einen Mann Zwanzig Jahre nachher. IV. 21