„Fürchtet Ihr nicht, mir viele Neider zuzuziehen, Herzogin?“ erwiederte Athos.
„Nein, ich werde incognito reiſen, Graf, unter dem Namen Marie Michon.“
„Ihr ſeid anbetungswürdig, Madame.“ „Aber laßt Raoul nicht bei Euch.“ „Warum dieß?“ 4 „Weil er verliebt iſt.“ „Er, ein Kind?“. 5„Er liebt auch ein Kind.“ Athos wurde träumeriſch. 4
„Ihr habt Recht, Herzogin: dieſe ſeltſame Liebe füur ein Kind kann ihn eines Tages ſehr unglücklich machen. WMn wird ſich in Flandern ſchlagen, und er ſoll dahinn gehen. 4„Bei ſeiner Rückkehr ſchickt Ihr ihn mir, und ich werde ihn gegen die Liebe panzern.“
„Ach! Madame,“ ſprach Athos,„heut zu Tage iſt die † Liebe wie der Krieg, und der Panzer iſt unnütz geworden.
In dieſem Augenblick trat Ravul ein. Er meldete dem Grafen und der Herzogin, der Graf von Guiche, ſein Freund, habe ihm mitgetheilt, am andern Tage werde der feierliche Einzug des Königs, der Königin und des Mi⸗
niſters ſtattfinden.“ H Am andern Morgen bei Tagesanbruch traf der 3 Hof feierlich alle Vorkehrungen, um Saint⸗Germain zu— verlaſſen.
Die Königin hatte ſchon am Abend vorher d'Artagnan kommen laſſen.
„Mein Herr,“ ſagte ſie zu ihm,„man verſichert mich, Paris ſei nicht ruhig. Ich habe bange für den König: ſtellt Euch an den Kutſchenſchlag rechts. 4
„Euere Majeſtät mag unbeſorgt ſein,“ erwiederte d'Ar⸗ tagnan,„ich ſtehe für den König.“
Und ſich vor der Königin verbeugend, trat er ab. Als d'Artagnan die Königin verließ, ſagte ihm


