308
Anna von Oeſterreich warf ihre Augen auf den Ver⸗ trag, den ihr d'Artagnan darreichte.
„Ich ſehe hier nur die allgemeinen Bedingungen,“ ſagte ſie.“„Die Intereſſen von Herrn von Conti, von Herrn von Bouillon, von Herrn von Elboeuf und vom Herrn Coadjutor ſind. feſtgeſetzt. Aber die Euerigen?“
„Wir laſſen uns Gerechtigkeit widerfahren, indem wir uns auf unſere Höhe ſtellen. Wir dachten, unſere Namen wären nicht würdig, neben dieſen großen Namen zu figuriren.“
„Aber ich denke, Ihr habt nicht darauf Verzicht ge⸗ leiſtet, mir Euere Anſprüche mündlich vorzutragen“
„Ich glaube, daß Ihr eine große und mächtige Kö⸗ nigin ſeid, Madame, und daß es Euerer Größe und Macht unwürdig wäre, die Braven nicht auf geziemende Weiſe zu belohnen, welche Seine Eminenz nach Saint⸗Germain zu⸗ rückbringen werden.“
„ſprecht, laßt hören.“
„Derjenige, welcher die Angelegenheit unterhandelte (verzeiht, wenn ich mit mir anfange, aber ich muß mir wohl die Wichtigkeit zugeſtehen, die ich mir nicht genom⸗ men, ſondern die man mir gegeben hat), derjenige, welcher die Angelegenheit der Loskaufung des Cardinals unterhan⸗ delte, muß, wenn die Belohnung nicht unter Eurer Maje⸗ ſtät ſtehen ſoll, Chef der Garden, ſo etwas wie Oberſter der Musketiere werden.“
„Was Ihr da verlangt, iſt die Stelle von Herrn von Treville.“
„Die Stelle iſt erledigt, und ſeit einem Jahre, da Herr von Treville quittirt hat, nicht wieder beſetzt worden.“
„Aber es iſt eines der erſten militäriſchen Aemter des königlichen Hauſes.“ 8
„Herr von Treville war ein einfacher Junker aus
„Das iſt meine Abſicht,“ erwiederte die Königin,


