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„Sire,“ erwiederte Aramis,„ich danke Eurer Maje⸗ ſtät, aber ſie mag ſich beruhigen. Ich habe unter dieſem Nocke ein Panzerhemd und einen Dolch.“
„Geht, mein Herr, und Gott beſchütze Euch in Gna⸗ den, wie ich zur Zeit ſagte, als ich noch König war.“
Aramis entfernte ſich. Karl geleitete ihn bis auf
die Schwelle. Aramis theilte ſeinen Segen aus, wobei
die Wachen ſich verbeugten, ging majeſtätiſch durch die mit Soldaten angefüllten Vorzimmer, ſtieg wieder in ſeinen Wagen, wohin ihm ſeine zwei Wächter folgten, und ließ ſich in den erzbiſchöflichen Palaſt zurückführen, an welchem ſie ſich von ihm trennten.
Juron wartete voll Angſt.
„Nun?“ ſagte er, als er Aramis gewahr wurde.
„Alles iſt nach meinen Wünſchen gegangen,“ ant⸗ wortete dieſer;„Spionen, Wachen, Trabanten haben mich für Euch gehalten, und der König ſegnet Euch, bis Ihr ihn ſegnen werdet.“
„Gott beſchütze Euch, mein Sohn; Euer Beiſpiel hat mir zugleich Muth und Hoffnung gegeben.“
Aramis nahm ſeine Kleider und ſeinen Mantel wieder und verließ den Biſchof, nachdem er ihm zuvor bemerkt hatte, er werde noch einmal ſeine Zuflucht zu ihm nehmen müſſen. 4 5
Kaum hatte er zehn Schritte in der Straße gemacht, als er bemerkte, daß ihm ein in einen weiten Mantel ge⸗ hüllter Menſch folgte. Er legte die Hand an ſeinen Dolch und blieb ſtille ſtehen. Der Menſch kam gerade auf ihn zu, es war Porthos.
„Der theure Freund!“ ſprach Aramis, ihm die Hand reichend.
„Ihr ſeht, mein Lieber,“ verſetzte Porthos,„jeder von
uns hatte ſeinen Auftrag. Der meinige war, Euch zu
bewachen, und ich bewachte Euch. Habt Ihr den König geſehen?“ 3


