licher von den Sibyllen abſtamme, daß ich nur in Gleichniſſen und Räthſeln ſpreche: wer Ohren hat zu hören, der höre, wer Augen hat, zu ſehen, der ſehe, ich kann für den Augenblick nicht mehr ſagen.“
„Handelt nach Euerem Belieben, mein Freund,“ ſprach Athos,„ich bin überzeugt, was Ihr thut, iſt wohl gethan.“
„Und, Ihr Aramis, ſeid Ihr derſelben Anſicht?⸗
„Ganz und gar, mein lieber d'Artagnan.
„Gut,“ verſetzte d'Artagnan,„das ſind die wahren Gläubigen, und es iſt ein Vergnügen Wunder für ſie zu verſuchen; ſie ſind nicht wie der ungläubige Por⸗ thos, der ſtets ſehen und berühren will, um zu glauben.“
„Ich bin allerdings ſehr ungläubig,“ ſagte Porthos mit ſchlauer Miene.
D'Artagnan gab ihm einen Schlag auf die Schul⸗ ter, und da man eben zu der Frühſtücks⸗Station ge⸗ langte, ſo wurde das Geſpräch hier unterbrochen.
Gegen fünf Uhr Abends ließ man, wie dies ver⸗ abredet war, Mousqueton vorausreiten. Mousqueton ſprach nicht Engliſch, ſeitdem er aber in England war, hatte er bemerkt, daß Grimaud durch ſeine Gewohnheit, nur durch Geberden zu ſprechen, das Wort vollſtändig erſetzte. Er fing alſo an, die Geberde bei Grimaud zu ſirdiren, und durch die Vortrefflichkeit des Lehrers erlangte er in wenigen Stunden eine gewiße Gewandt⸗ heit. Blaiſois vegleitete ihn.
Als die vier Freunde durch die Hauptſtraße von Derby ritten, gewahrten ſie Blaiſois, der auf der Schwelle eines Hauſes von ſchönem Ausſehen ſtand; hier war ein Quartier für ſie bereit.
Den ganzen Tag hatten ſie ſich aus Furcht, Ver⸗ dacht zu erregen, dem König nicht genähert, und ſtatt
an der Tafel des Oberſten Harriſon zu ſpeiſen, wie
ſie dies den Tag zuvor gethan, ſpeiſten ſie unter ſich zu Mittag.
Zur beſtimmten Stunde erſchien Groslow. DAr⸗ 4


