Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 7.-10. Bändchen (1845) Vingt ans après
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

nehme, fange ich damit an, daß ich mich Eurer Maje⸗ ſtät für Alles, was Ihr gefallen dürfte, zu Füßen lege.

Sprecht, mein Herr, antwortete die Königin, der Rath eines Mannes, der ſo klug iſt, wie Ihr, muß ſicherlich gut ſein.

Madame, glaubt mir, der König muß ſich auf das Aeußerſte vertheidigen.

Er hat es gethan, mein Herr, und die Schlacht, die er mit Hülfsmitteln, welche weit unter denen des Feindes ſtehen, zu liefern im Begriffe iſt, beweiſt, daß er ſich nicht ohne Kampf zu ergeben gedenkt. Aber im Falle, daß er beſiegt würde?

In dieſem Falle, Madame, iſt mein Rath,.. ich weiß, daß ich ſehr kühn bin, wenn ich Eurer Majeſtät einen Rath gebe,.. aber mein Rath iſt, der König ſoll ſein Reich nicht verlaſſen. Man vergißt ſehr ſchnell die abweſenden Könige. Geht er nach Frankreich über, ſo iſt ſeine Sache verloren.

Wenn dies Euer Rath iſt, ſprach die Königin, und Ihr wirklich eine Theilnahme für ihn hegt, ſo ſchickt ihm einige Hülfe an Mannſchaft und Geld, denn ich vermag nichts mehr für ihn. Ich habe, um ihn zu unterſtützen, meinen letzten Diamant verkauft. Es bleibt mir nichts mehr; Ihr wißt es beſſer, als irgend Jemand, mein Herr. Wenn mir ein Juwel geblieben wäre, hätte ich Holz dafür gekauft, um mich und meine Tochter in dieſem Winter damit zu erwärmen.

Ach! Madame, verſetzte Mazarin,Ihr wißt nicht, was Ihr von mir verlangt. Von dem Tage an, wo eine Hülfe von Fremden im Gefolge eines Königs erſcheint, um ihn wieder auf den Thron zu ſetzen, ge⸗ ſteht dieſer König gleichſam zu, daß er keine Hülfe mehr in der Liebe ſeiner Unterthanen zu ſuchen hat.

Zur Sache, mein Herr Cardinal, ſprach die Königin, welche die Geduld verlor, dieſem feinen Geiſte in das Labyrinth der Worte zu folgen, in welchem er ſich umhertrieb,zur Sache. Antwortet mir ja oder