Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 4.-6. Bändchen (1845) Vingt ans après
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und die neue Regierung von England den ihrigen überlaſſen. Dieſe Neutralität beſteht nun darin, daß Ihr den König Karl von dem Gebiete Frankreichs ent⸗ fernt und dieſen Eurem Lande völlig fremden König weder durch Waffen, noch durch Geld, noch durch Trup⸗ pen unterſtützt.

Mein Brief iſt alſo ganz vertraulicher Natur, und ich ſchicke Euch denſelben durch einen Mann, der mein volles Zutrauen beſitzt. Er geht in Folge eines Gefühles, das Eure Eminenz zu ſchätzen wiſſen wird, den Maßregeln voraus, die ich je nach den Ereigniſſen nehmen werde. Oliver Cromwell hat es für beſſer er⸗ achtet, mit einem verſtändigen Geiſte, wie mit dem von Mazarin zu verhandeln, als mit einer Königin von allerdings bewunderungswürdiger Feſtigkeit, welche jedoch den eitlen Vorurtheilen der Geburt und der gött⸗ lichen Gewalt unterworfen iſt.

Gott befohlen, Monſeigneur. Habe ich in vier⸗ zehn Tagen keine Antwort, ſo werde ich meinen Brief als nicht geſchehen betrachten.

Oliver Cromwell.

Herr Mordaunt, ſagte der Cardinal, die Stimme erhebend, als wollte er den Träumer wecken;meine Antwort auf dieſen Brief wird um ſo befriedigender für den General Cromwell ausfallen, je mehr ich über⸗ zeugt ſein kann, daß man nicht wiſſen wird, ich habe

e gegeben. Erwartet ſie alſo in Boulogne⸗für⸗Mer und verſprecht mir, morgen früh abzureiſen.

Ich verſpreche es Euch, Monſeigneur, antwor⸗ tete Mordaunt;aber wie lange wird mich Eure Er⸗ cellenz auf dieſe Antwort warten laſſen?.

Wenn Ihr ſie in zehn Tagen nicht erhalten habt, könnt Ihr abgehen.*

Mordaunt verbeugte ſich.

Das iſt noch nicht Alles, mein Herr, fuhr Ma⸗ zarin fort.Eure perſönlichen Abenteuer haben mich lebhaft gerührt. Ueberdies macht Euch der Brief von