Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 4.-6. Bändchen (1845) Vingt ans après
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Wachen an, er habe dem Cardinal Mazarin etwas Wichtiges mitzutheilen.

Obgleich der Cardinal oft Furcht hatte, ſo war er doch ziemlich zugänglich, denn er bedurfte noch viel öfter des Rathes und der Auskunft. Man fand nicht an der erſten Thüre die wahre Schwierigkeit, ſelbſt die zweite öffnete ſich leicht; aber an der dritten wachte außer ſeiner Garde und den Huiſſters der getreue Ber⸗ nouin, der Cerberus, den kein Wort zu biegen, kein Stab, und wäre er von Gold geweſen, zu bezaubern vermochte.

An der dritten Thüre mußte alſo derjenige, wel⸗ cher um eine Audienz bat oder dieſe forderte, ſich einem förmlichen Verhöre unterziehen.

Der Reiter ließ ſein Pferd an einem Gitter im Hofe gebunden, ſtieg die große Treppe hinauf und ſagte, ſich an die Wachen im erſten Saale wendend:

Der Herr Cardinal Mazarin?

Geht weiter! antworteten die Wachen, ohne aufzuſchauen; die Einen beugten ſich über ihre Karten, die Andern über ihre Würfel, und ſie waren insge⸗ ſammt darüͤber erfreut, daß ſie zu verſtehen geben nunten⸗ ſte hätten nicht den Dienſt der Lackeien zu

un.

Der Reiter trat in den zweiten Saal. Dieſer war von den Musketieren und den Huiſſiers bewacht.

Er wiederholte ſeine Bitte.

Ihr habt einen Audienzbrief? fragte ein Huiſ⸗ ſter ihm entgegentretend.

Ich habe einen, aber nicht von dem Cardinal von Mazarin.

Geht hinein und fragt Herrn Bernouin, ſprach der Huiſſier.

Und er öffnete die Thüre des dritten Zimmers.

Mag es Zufall ſein, mag er ſich auf ſeinem ge⸗ wöhnlichen Poſten befunden haben, Bernonin hinter dieſer Thüre und hatte Alles gehört.