Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 4.-6. Bändchen (1845) Vingt ans après
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Die Frau muß ſchön geweſen ſein, aber man ſieht, daß die Zähren ſte alt gemacht haben. Das junge Mädchen iſt reizend und die Thränen verſchönern es noch. Die Fran ſcheint vierzig, das Mädchen vierzehn Jahre alt zu ſein.

Mein Gott, ſprach die knieende Beterin,erhalte meinen Gatten, erhalte meinen Sohn und nimm mein ſo trauriges, ſo elendes Leben.

Mein Gott, ſprach das junge Mädchen,er⸗ halte mir meine Mutter!

3Deine Mutter vermag nichts mehr für Dich in dieſer Welt, Henriette, ſprach, ſich umwendend, die betrübte Frau;Deine Mutter hat weder Thron, noch Gemahl, noch Sohn, noch Freunde. Deine Mutter, mein armes Kind, iſt von der ganzen Welt verlaſſen.

Und in die Arme ihrer Tochter ſtürzend, brach die

Frau in ein lautes Schluchzen aus.

Meine Mutter, faſſet Muth, rief das junge

Mädchen.

Ah, die Könige ſind unglücklich in dieſem Jahre,.

ſprach die Mutter und legte ihr Haupt auf die Schul⸗ ter des Kindes.Niemand denkt an uns in dieſem Lande, denn Jeder denkt nur an ſeine eigenen Angele⸗ genheiten. So lange Dein Bruder noch bei uns war, unterſtützte er mich, aber Dein Bruder iſt abgereist und gegenwärtig nicht einmal im Stande, Dir oder ſeinem Vater Nachricht zu geben. Ich habe meine letzten Juwelen verpfändet, meine Kleider und die Dei⸗ nigen verkauft, um die Gehalte ſeiner Diener zu be⸗ zahlen, welche ſich weigerten, ihn zu begleiten, wenn ich nicht dieſes Opfer gebracht hätte. Nun ſind wir darauf beſchränkt, auf Koſten der Töchter des Herrn zu leben. Wir ſind Arme, auf die Hülfe Gottes an⸗ ewieſen.

3Aber warum wendet Ihr Euch nicht an die Kö⸗ nigin, Eure Schweſter? fragte das Mädchen.

Ah, antwortete die Bekümmerte, die Königin,

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