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getheilt hat, mager, bleich, mit hellblauen Augen und blonden Haaren.“ „Und... er hat Raoul nicht geſehen?“ „Im Gegentheil, ſie haben ſich begegnet und der Vicomte ſelbſt führte ihn an das Bett des Sterbenden.“ Athos ſtand auf, ohne ein Wort zu ſprechen, und nahm ebenfalls ſeinen Degen von der Wand.— „Ah, meine Herren!“ rief d'Artagnan und ver⸗ ſuchte es zu lachen,„wißt Ihr, daß wir ausſehen, wie alberne Weibsbilder, wir vier Männer, die wir, ohne eine Miene zu verziehen, Heeren Stand gehalten haben, wir zittern vor einem Kinde!“ „Ja,“ ſprach Athos,„aber dieſes Kind kommt im Namen Gottes.“ Und ſie verließen ſchleunigſt die Gaſtwirthſchaft.
XVIII. Der Brief von Karl I.
Nun muß der Leſer mit uns über die Seine ſetzen und uns in das Carmeliterinnen⸗Kloſter der Rue⸗Saint⸗ Jacques folgen. 4
Es iſt eilf Uhr Morgens und die frommen Schwe⸗ ſtern haben ſo eben eine Meſſe für den Erfolg der Waffen von König Karl IJ. gehalten. Von der Kirche aus ſind eine junge Frau und ein junges Mädchen, beide ſchwarz gekleidet, die Eine wie eine Wittwe, die Andere wie eine Waiſe, in ihre Zelle zurückgekehrt.
Die Frau iſt vor ein gemaltes hölzernes Betpult niedergekniet und einige Schritte von ihr ſteht, auf einen Stuhl geſtützt, das junge Mädchen und weint.


