Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 21.-24. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21

ber⸗) ſehen muß, wo ich ſelbſt keine ſehe... Sind die unſchul⸗ digen jungen Mädchen vorhanden, um das Uebel zu er⸗ loß kennen und wahrzunehmen, wenn es auch ſo gut verbor⸗

gen iſt, daß es Niemand wahrgenommen hätte? Soll ein N

. naives Mädchen, ſoll eine Jungfrau die alten Genadens,

wie ich bin, erröthen machen?

oth⸗ Andrée verbarg ihre Verwirrung in ihren ſchönen, 4

gen weißen Händen. N Oh! mein Bruder, flüſterte ſie ganz leiſe, twarum⸗

. biſt Du ſchon ſo ferne? e N Hoͤrte Taverney dieſes Wort, errieth er es mit e Wir N

s wohlbekannten wunderbaren Scharffinn? wir vermöch ten es nicht zu ſagen; doch er veränderte ſogleich den

ren Kon, nahm die beiden Hände von Andrée und ſagte: ien,Laß hören, Kind, iſt Dein Vater nicht ein wenig ³ ein Freund? Ein ſanftes Lächeln ging durch die Schatten, von X .. eenen die ſchöne Stirne von Andrée bedeckt war, zu Tage. N zu us.

Bin ich nicht da, um Dich zu lieben, um Dir zu K rathen? fühlſt Du Dich nicht ſtolz, zu dem Glück Deines N

end Bruders und zu dem meinigen beitragen zu können? Oh! doch, erwiederte Andrée. 3 Der Baron heftete auf ſeine Tochter einen ganz von 1 mir Liebkoſungen glühenden Blick. dasWohl! ſprach er,Du wirſt, wie ſo eben Herr d von Richelien ſagte, die Königin von Taverney ſein.. N tzte Der König hat Dich ausgezeichnet, die Dauphine auch, fügte er lebhaft bei;im vertrauten Umgang mit dieſen Zelt hohen Perſonen wirſt Du unſere Zukunft bauen, ineem Du ihr Leben glücklich machſt... Freundin der Dauphine, ind Freundin... des Königs...welche Herrlichkeit!...Du rée haſt ausgezeichnete Talente und eine Schönheit ohne Glei⸗ 1 chen; Du haſt einen geſupsen, von Habgier und Ehrgeizs) freien Geiſt... Oh! mein Kind, welche Rolle kannſt dns 2

iſt ſpielen... Erinnerſt Du Dich des kleinen Mädchens, das die letzten Augenblicke von Karl VI. verſüßt hat?...