Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 17.-20. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Sie wandte ſich um, und Gilbert, der ſchon bleich geworden war und ihr mit finſterem Blicke folgte, kehrte plötzlich wieder zum Leben zurück und machte einen Sprung, um ſich ihr zu nähern.

Sie hier? ſagte Andrée mit kaltem Tone.

Ja, mein Fräulein.

Durch welchen Zufall?

Mein Fräulein, man muß wohl leben und ehrlich leben.

Wiſſen Sie, daß Sie Glück haben?

Oh! viel, mein Fräulein, rief Gilbert.

Wie beliebt?

Ich ſage, mein Fräulein, daß ich, wie Sie denken, viel Glück habe.

Wer hat Sie hier in den Dienſt gebracht?

Herr von Juſſieu, ein Beſchützer von mir.

Ah! verſetzte Andrée erſtaunt,Sie kennen Herrn von Juſſieu?

Er war der Freund von meinem erſten Beſchützer, von meinem Herrn, von Herrn Rouſſeau.

5Guten Muth, Herr Gilbert, ſagte Andrée, die ſich weiter zu gehen anſchickte.

Sie befinden ſich beſſer, mein Fräulein? fragte Gilbert mit einer ſo zitternden Stimme, daß man errieth, ſie habe ſich ermüdet auf dem Weg von ſeinem Herzen, von dem ſie jede Vibrirung offenbarte.

Beſſer? Wie ſo? ſagte Andrée kalt.

Der Unfall?...

Ah! ja...; ich danke, Herr Gilbert, ich befinde mich beſſer, es war nichts.

Oh! Sie wären beinahe umgekommen, ſprach Gil⸗ bert, im höchſten Maße erſchüttert,die Gefahr war furchtbar.

In dieſem Augenblick dachte Andrée, es waͤre wohl Zeit, das Geſpräch mit einem Arbeiter mitten im koͤnig⸗ lichen Park abzukürzen.

Guten Tag, Herr Gilbert, ſagte ſie.