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„Was geht das mich an,“ dachte der Marſchall mit ven unzweideutigſten Zeichen des Aergers und der Unge⸗ duld.
„Ich müßte,“ fuhr Taverney unbarmherzig fort,„ich müßte einen hochgeſtellten Mann, wie Du biſt, haben, da⸗ mit Philipp eine Compagnie bekäme... Die Frau Dau⸗ phine hat ihn bei ihrem Einzug in Straßburg zum Ka⸗ pitän ernennen laſſen; ja, aber es fehlen ihm nur hundert tauſend Livres, um eine ſchöne Compagnie in irgend einem bevorzugten Cavalerieregiment zu bekommen. Mache, daß ich dies erhalte, mein alter Freund.“
„Ihr Sohn,“ ſagte Richelieu,„iſt der junge Mann, der der Frau Dauphine einen Dienſt geleiſtet hat, nicht wahr?“
„Einen großen!“ rief Taverney;„er hat auf der letzten Station die Pferde Ihrer königlichen Hoheit zurück⸗ gehalten, welche der Dubarry mit Gewalt nehmen wollte.“
„O weh!“ ſagte Richelien in ſeinem Innern,„das iſt es gerade; das Verhaßteſte, was es unter den Feinden der Gräfin gibt... Er kommt ſchoͤn an, dieſer Taverney!
er nimmt als Gnadentitel die Titel förmlichen Ausſchluſſes.“
„Sie antworten mir nicht, Herzog,“ ſprach Taverney ein wenig erbittert durch das hartnäckige Stillſchweigen des Marſchalls.
„Dies Alles iſt unmöglich, mein lieber Herr Ta⸗ verney,“ erwiederte der Marſchall, der nun aufſtand, um damit zu bezeichnen, die Audienz ſei beendigt.
„Unmöglich? eine ſolche Erbärmlichkeit unmöglich? Das ſagt mir ein alter Freund!“
„Warum nicht?... Iſt es ein Grund, weil man
Freund iſt, wie Sie ſagen, daß man den Einen zu einer Ungerechtigkeit, den Andern zu einem Mißbrauch des Wortes Freundſchaft zu veranlaſſen ſucht? Sie haben mich zwanzig Jahre nicht beſucht, ich war nichts; nun bin ich Miniſter, und Sie kommen.“
„Herr von Richelieu, Sie ſind es, der in dieſem Augenblick eine Ungerechtigkeit begeht.“
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