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der Worte von Aiguillon drang tief in ihr Herz; ſie trank mit langen Zügen den Zauber dieſes Geſtändniſſes, ſie er⸗ quickte ſich an dem ausgeſuchten Zartgefühl desjenigen, der, ſelbſt gegen einen innigen Vertrauten, das Geheimniß ihrer früheren Verbindung, aus Furcht, einen Schatten auf ein vielleicht noch geliebtes Bild zu werfen, nicht verrathen hatte.
„Du weiſeſt mich alſo zurück?“ ſagte Richelieu.
„Oh! was das betrifft, ja, mein Oheim, denn leider betrachte ich die Sache als unmöglich.“
„Verſuche es wenigſtens, Unglücklicher!“
„Und wie?“
„Du gehörſt nun zu den Unſeren;... Du wirſt die Gräfin alle Tage ſehen; gefalle ihr, bei Gott!“
„In einer eigennützigen Abſicht? Nein, nein... wenn ich das Unglück hätte, ihr zu gefallen, würde ich bei dieſem bitteren Gedanken bis an's Ende der Welt fliehen, denn ich würde mich meiner ſchämen.“
„Richelieu kratzte ſich abermals am Kinn und ſagte zu ſich ſelbſt:
„Die Sache iſt abgemacht, oder Aiguillon iſt ein Dummkopf.“
Plötzlich hörte man Lärmen in den Höfen und einige Stimmen riefen:„Der König!“
„Teufel!“ ſagte Richelieu,„der König darf mich nicht hier ſehen, ich entfliehe.“
„Aber mich,“ verſetzte der Herzog.
„Du, das iſt etwas Anderes, er muß Dich ſehen. Bleibe... bleibe, und wirf um Gotteswillen nicht den Stiel der Art nach.“
„Morgen,“ ſagte noch Richelieu, und ſtahl ſich dann auf der kleinen Treppe weg.
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