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„Ja, mit einem Stöckchen, das ich zuſpitzte, und mit Sand, den ich durch ein Sieb laufen ließ, um ihn feiner zu machen. Zwei Jahre lang ſchrieb ich, wie man druckt, indem ich aus einem Buche copirte, und ohne zu wiſſen, daß es andere Charactere gab, als diejenigen, welche ich mit ziemlich viel Glück nachzuahmen vermochte. Eines Tags, es ſind ungefähr drei Jahre, reiſte Fräͤulein Andrée nach dem Kloſter ab; man hatte ſeit einiger Zeit keine Nachricht mehr von ihr, als mir der Poſtbote einen Brief von ihr für ihren Vater einhändigte. Ich ſah nun, daß es andere Charactere gab, als die gedruckten. Herr von Taverney erbrach das Siegel und warf den Umſchlag weg; dieſen Umſchlag hob ich auf und nahm ihn mit mir, und obald der Poſtbote zum erſten Male wieder kam, ließ ich mir die Adreſſe vorleſen. Sie war in folgenden Worten abgefaßt: A Monsieur je Baron de Taverney- Maison-
ouge en son chäteau, par Pierreſitte. Auf jeden dieſer Buchſtaben ſetzte ich den entſprechenden Buchſtaben in gedruckten Characteren, und ich ſah, daß, drei ausge⸗ nommen), alle Buchſtaben des Alphabets in dieſen zwei eilen enthalten waren. Dann ahmte ich die von Fräulein ndrée geſchriebenen Buchſtaben nach. Nach Verlauf von acht Tagen hatte ich dieſe Adreſſe vielleicht zehntauſendmal wiederholt und konnte ſchreiben. Ich ſchrieb leidlich, und ſogar eher gut, als ſchlecht. Sie ſehen, mein Herr, daß meine Hoffnungen nicht übertrieben ſind, da ich leſen, da ich ſchreiben kann, da ich Alles geleſen habe, was mir in die Hände gefallen iſt, da ich über Alles, was ich geleſen, nachzudenken verſucht habe. Warum ſollte ich nicht einen ann finden, der meiner Feder, einen Blinden, der meiner Augen, oder einen Stummen, der meiner Zunge bedurfte?“ „Sie vergeſſen, daß Sie dann einen Herrn hätten,
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*) Würde dieſe Adreſſe ins Deutſche übertragen, wonach es: An den Herrn Bauon von Taverney⸗ Maiſon⸗Rouge in ſeinem Sch loſſe, durch Pierrefitte, hieße, ſo fände ſich ein bedeutend größerer Mangel an Buchſtaben des Alphabets.


