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Eure ohnmächtige Waffe zurück, denn ſie taugt nur dazu,
Feige zu erſchrecken. Stehe auf, lügneriſcher Leichnam, denn Du wirſt die Starken nicht einſchüchtern.“
Ein furchtbarer Schrei erhob ſich und machte die Gewölbe ſchallen.
„Du kennſt unſere Geheimniſſe,“ rief der Präſident; „Du biſt alſo ein Seher oder ein Verräther?“
„Wer biſt Du?“ fragten dreihundert Stimmen, während zu gleicher Zeit zwanzig Schwerter in den Hän⸗ den der nächſten Geſpenſter funkelten und durch eine re⸗ gelmäßige Bewegung, wie es die einer eingeübten Phalanr geweſen wäre, ſich ſenkten und auf der Bruſt des Unbe⸗ kannten vereinigten.
Aber lächelnd, ruhig, das Haupt erhebend und ſeine Haare ſchüttelnd, welche nur durch das Band gehalten wurden, das man um ſeine Stirne gewickelt hatte, ſprach er:
„Ego sum qui sum, ich bin, der ich bin“
Dann ließ er ſeine Augen auf der menſchlichen Mauer, welche ihn enge umſchloß, umherlaufen; bei ſei⸗ nem gebieteriſchen Blicke ſanken die Schwerter durch un⸗ gleiche Bewegungen nieder, je nachdem diejenigen, welche der Unbekannte mit dieſem Blicke traf, ſogleich ſeinem Ein⸗ fluſſe wichen, oder ihn zu bekämpfen ſuchten.
„Du haſt ein unkluges Wort ausgeſprochen,“ ſagte der Präſident;„ohne Zweifel ſprachſt Du es nur, weil Du das Gewicht deſſelben nicht kennſt.“
Der Fremde ſchüttelte lächelnd den Kopf und er⸗ wiederte:
„Ich habe geantwortet, was ich antworten muß.“
„Woher kommſt Du denn?“ fragte der Präſident.
„Ich komme von dem Lande, von dem das Licht kommt.“
„Unſere Inſtructionen melden uns, Du kommeſt von Schweden.“ 3
„Wer von Schweden kommt, kann vom Orient kom⸗ men,“ antwortete der Fremde.
„Zum zweiten Male, wir kennen Dich nicht. Wer biſt Du?“.


