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I„Maurice, ich habe Deinen Vater gekannt und ge⸗
ſchätzt und ſchätze und liebe deshalb auch Dich. Maurice,
glaube mir, Du läufſt große Gefahr, wenn Du Dich
dem Mangel an Glauben überläſſeſt, was das erſte Sin⸗ ken eines wahrhaft revolutionären Geiſtes iſt. Manrice,
mein Freund, ſobald man den Glauben verliert, verliert man die Treue. Dn glaubſt nicht an die Feinde der Nation: daher kommt es, daß Du an ihnen vorübergehſt, 1 ohne ſie zu ſehen, und daß Du das Werkzeug ihrer Com⸗ plotte wirſt, ohne es zu vermuthen.“ 1 „Was Teufels! Bürger,“ ſprach Maurice,„ich kenne mich, ich bin ein Mann von Herz, ein eifriger Patriot. Doch mein Eifer macht mich nicht blind, meine Vater⸗ landsliebe macht mich nicht fanatiſch; die Republik be⸗ zeichnet bereits zwanzig angebliche Verſchwörungen insge⸗ 1
ſammt mit demſelben Namen. Ich verlange ein für alle⸗ mal den verantwortlichen Herausgeber davon zu ſehen“
„Du glaubſt nicht an die Verſchwörer, Maurice?“ ſprach der Präſident;„nun wohl, ſage mir, glaubſt Du h an die rothe Nelke, für welche man geſtern die Tochter be Tiſon guillotinirt hat?“ ke
Maurice bebte. C
„Glaubſt Du an das unterirdiſche Gewölbe im Gar⸗ K ten des Temple, das von dem Keller der Bürgerin Plu- N meau mit einem gewiſſen Hauſe der Rue de la Corderie in Verbindung ſteht?“
MNein,“ ſprach Maurice. li „So mache es wie der Apoſtel Thomas, gehe hin m ſiehe.“ ſe „Ich habe die Wache nicht im Temple, und man ſch
wird mich nicht einlaſſen.“ di „Der Eintritt in den Temple iſt nun Jedermann ge⸗ do
ſtattet.“ „Wie ſo?“ „Lies den Bericht, da Du ſo ungläubig biſt, ich
werde nur noch durch officielle Aktenſtücke verfahren./,
„Wie!“ rief Maurice den Bericht leſenrn..


