Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 5.-8. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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XXVI.

Black. 4

Der Municipal entfernte ſich, um ſeine legen zu rufen und das von den abgehenden Municipalen zurück⸗ gelaſſene Protokoll zu leſen.

Die Königin blieb allein mit ihrer Schwägerin und ihrer Tochter.

Alle drei ſchauten ſich an.

Madame Royale warf ſich in die Arme der Königin und hielt ſie umfangen.

Madame Eliſabeth näherte ſich ihrer Schwägerin und reichte ihr die Hand.

Beten wir zu Gott, ſprach die Königin;doch beten wir ſo, daß Niemand vermuthet, wir beten.

Es gibt unſelige Zeiten, wo das Gebet, dieſe na⸗ tuͤrliche Hymne, welche Gott in den Grund des menſch⸗ lichen Herzens gelegt hat, in den Augen der Menſchen verdächtig wird, denn das Gebet iſt ein Akt der Hoffnung oder der Dankbarkeit. In den Augen ihrer Wächter war aber die Hoffnung oder die Dankbarkeit der Königin eine Urſache zur Unruhe, weil die Königin nur Eines hoffen konnte, die Flucht, weil die Königin Gott nur fuͤr Eines danken konnte, dafür, daß er ihr die Mittel zur Fiucht gegeben.

Nachdem dieſes Gebet im Innern vollendet war, blie⸗

ben alle Drei ohne ein Wort zu ſprechen.

Es ſchlug drei Viertel auf zwölf Uhr, dann zwölf Uhr. In dem Augenblick, wo der letzte Schlag unter dem ehernen Schlägel erſcholl, fing ein Waffengeklirre an die