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Angeklagte mit einem Gefühle tiefen Mitleids und ehr⸗ fürchtigen Schmerzes an.
Simon, während er das Ende dieſer Seene zu ſehen wünſchte, in der Hoffnung, Maurice und Lorin würden dabei gefährdet bleiben, war bemüht, ſich den Blicken der Tiſon zu entziehen, welche mit irrem Auge umherſchaute.
„Wie heißeſt Du, Bürgerin?“ fragte der Präſident, ſelbſt erſchüttert, das ruhige, ergebene junge Mädchen.
„Heloiſe Tiſon, Bürger.“
„Wie alt biſt Du?“
„Neunzehn Jahre.“*
„Wo wohnſt Du?“
„In der Rue des Nonandières Nro. 24.“
„Haſt Du an den Bürger Municipal Lindey, den Du hier auf dieſer Bank ſiehſt, dieſen Morgen einen Nelken⸗ ſtrauß verkauft?“
Die Tochter Tiſon wandte ſich gegen Maurice, ſchaute
ihn an und ſprach ſodann:
„Ja, Bürger, ich habe dies gethan.“
Die Frau Tiſon ſchaute ihre Tochter mit Augen an, welche die Angſt furchtbar erweitert hatte.
„Weißt Du, daß jede von dieſen Nelken ein an die Witwe Capet gerichtetes Billet enthielt?“
„Ich weiß es,“ antwortete die Angeklagte.
Eine Bewegung des Schreckens und der Bewunderung verbreitete ſich durch den Saal.
„Warum botſt Du dieſe Nelken dem Bürger Mau⸗ rice an?“
„Weil ich die Schärpe des Municipals an ihm er⸗ blickte und vermuthete, er würde in den Temple gehen.“
„Wer ſind Deine Genoſſen?“ 7
„Ich habe keine.“ 1
„Wie, Du haſt das Complott für Dich allein gemacht?“
„Wenn es ein Complott iſt, ſo habe ich es ganz allein gemacht.“ 3
„Aber wußte der Bürger Maurice?...“
„Daß dieſe Blumen Billets enthielten?“
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