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„Nein, Bürger, ich habe ihn ſelbſt aus zehn bis zwölf ausgewählt; allerdings wählte ich den ſchönſten“ „Aber man konnte das Billet unter Weges hinein⸗ ſtecken?“ „Unmöglich, Bürger, ich habe die Bürgerin Dirmer nicht einen Augenblick verlaſſen, und um eine ſolche Ope⸗ ration bei jeder von den Blumen vorzunehmen, denn, bemerkt wohl, jede von den Blumen mußte, wie Simon behauptet, ein ähnliches Billet enthalten, hätte man einen halben Tag gebraucht.“
„Konnte man denn nicht zwiſchen dieſe Blumen zwei bereitgehaltene Billets geſteckt haben?“
„In meiner Gegenwart hat die Gefangene eine Nelke auf den Zufall genommen, nachdem ſie den ganzen Strauß ausgeſchlagen.“ 3
„Deiner Anſicht nach waltet alſo kein Complott ob, Bürger Lindey?“
„Doch wohl, es waltet ein Complott ob,“ erwiederte Maurice,„und ich bin der Erſte, der nicht nur daran glaubt, ſondern der es beſtätigt; nur rührt dieſes Complott nicht von meinen Freunden her. Da jedoch die Nation keiner Furcht preisgegeben ſein darf, ſo biete ich eine Caution an und ſtelle mich als Gefangener.“
„Keines Wegs,“ antwortete Santerre:„verfährt man ſo gegen Erprobte, wie Du biſt? Stellſt Du Dich als Gefangener, um für Deine Freunde zu ſtehen, ſo würde ich mich als Gefangener ſtellen, um für Dich zu ſtehen. So iſt die Sache einfach, nicht wahr, es liegt keine poſ⸗ ſitive Anzeige vor? Niemand wird erfahren, was ſich ereignet hat. Verdoppeln wir unſere Wachſamkeit, Du beſonders, und es wird uns gelingen, den Grund der Dinge kennen zu lernen, indem wir die Oeffentlichkeit vermeiden.“
„Ich danke, Tommandant„“ ſprach Maurice,„doch ich antworte Ihnen, was Sie an meiner Stelle antwor⸗ ten würden. Wir dürfen nicht hiebei ſtehen bleiben, wirr müſſen die Blumenhändlerin auffinden.“
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