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Geſtehen Sie, Bürgerin, daß Sie, während Sie ganz laut Beiſtand von mir verlangen, ganz leiſe darüber lachen, daß ich Ihnen denſelben gewähre.“
„Ich!“ rief ſie,„und warum dies 2“
„Allerdings; Sie ſehen, daß ein Republikaner Ihnen als Führer dient; nun, dieſer Republikaner verräth ganz einfach ſeine Sache.“
„Aber, Bürger,“ verſetzte die Unbekannte,„Sie ſind im Irrthum, ich liebe die Republik eben ſo ſehr als Sie.“
„Wenn ſie eine gute Patriotin ſind, haben Sie nichts zu befürchten. Woher kommen Sie?“
„Ohl mein Herr, ich bitte!“ ſagte die Unbekannte.
Es lag in dieſem mein Herr ein ſolcher Ausdruck tiefer, zarter Schamhaftigkeit, daß ſich Maurice in den darin enthaltenen Gefühlen nicht täuſchen zu können glaubte.
„Dieſe Frau kommt ſicherlich von einem Liebesren⸗ dezvous,“ ſagte er.
Und ohne zu begreifen, warum, fühlte er, wie ſich bei dieſem Gedanken ſein Herz zuſammenſchnürte.
Von dieſem Augenblick an verſank er in ein Still⸗ ſchweigen. 3.
Die zwei nächtlichen Wanderer hatten indeſſen die Rue de la Verrerie erreicht, nachdem ſie drei oder vier Patrouillen begegnet waren, welche ſie mit Hülfe des Loſungswortes frei ziehen ließen, als bei einer letzten der Officier Schwierigkeiten zu machen ſchien.
Maurice glaubte dem Loſungsworte ſeinen Namen und ſeine Wohnung beifügen zu müſſen.
„Gut,“ ſagte der Officier,„daß iſt für Dich, aber die Bürgerin?“
„Die Bürgerin?“
„Wer iſt ſie?“
„Es iſt... die Schweſter meiner Frau.“
Der Officier ließ ſie vorüber..
„Sie ſind alſo verheirathet, mein Herr?“ flüſterte die Unbekannte.
„Nein, Madame; warum dies?“


