Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 1.-4. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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werden ſich zehn bis zwölf Menſchen fuͤr Sie erwürgen. Verdient die Sache, der ſich diejenigen, welche Sie ver⸗ theidigen wollen, angenommen haben, das Blut, das deß⸗ halb fließen ſoll? 3

Mein Herr, antwortete die Unbekannte die Hände faltend,ich kann Ihnen nur Eines ſagen: wenn Sie mich verhaften laſſen, wird daraus für mich und Andere ſo großes Unglück entſtehen, daß ich Sie bitte, mir lieber das Herz mit der Waſſe, die Sie in der Hand halten, zu durchbohren und meinen Leichnam in die Seine zu werfen.

Es iſt gut, Madame, verſetzte Maurice;ich nehme Alles auf mich.

Und er ließ die Hände der ſchönen Unbekannten, die er in den ſeinigen hielt, fallen und ſprach zu den Na⸗ tionalgarden:

Bürger, als Euer Officier, als Patriot, als Fran⸗ zoſe befehle ich Euch, dieſe Frau zu beſchützen, und Du, Lorin, wenn dieſe ganze Canaille ein Wort ſagt, zum Bajonnet gegriffen!

Ergreift die Waffen! ſprach Lorin!

Ohl mein Gott! mein Gott! rief die Unbekannte, indem ſie ihren Kopf in ihren Capuchon hüllte und ſich an einen Weichſtein anlehnte.Oh! mein Gott! be⸗ ſchütze ihn.

Die Freiwilligen verſuchten es, ſich in Vertheidigungs⸗ ſtand zu ſetzen. Einer von ihnen drückte ſogar eine Piſtole ab, deren Kugel den Hut von Maurice durchbohrte.

Kreuzt die Bajonnete, rief Lorin.Ram, plan, plan, plan, plan, plan, plan.

Es trat dann in der Finſterniß ein Augenblick des Kampfes und der Verwirrung ein, wobei man ein paar Flintenſchuſſe, Verwünſchungen, Geſchrei, Blasphemien hörke, doch Niemand kam, denn es ging, wie geſagt, ein dumpfes Gerucht von einer bevorſtehenden Metzelei, und man glaubte, dieſe Metzelei beginne. Es öffneten ſich nur zwei oder drei Fenſter, um ſich ſogleich wieder zu ſchließen.

Minder zahlreich und minder gut bewaffnet, wurden