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gewinnen; ſie waren acht gegen Einen; drei hatten Flinten die Anderen Piſtolen und Piken. Maurice hatte nur ſei⸗ nen Säbel; der Kampf konnte nicht gleich ſein.
Die Frau begriff das ſelbſt; ſie ließ ihren Kopf auf die Bruſt ſinken und ſtieß einen Seufzer aus.
Die Stirne gefaltet, die Lippe verächtlich aufgezogen, den Säbel immer noch aus der Scheide, blieb Maurice unentſchloſſen zwiſchen ſeinen Gefühlen als Menſch, die ihn dieſe Frau vertheidigen hießen, und ſeinen Bürger⸗ pflichten, welche ihm ſie preiszugeben riethen.
Plötzlich ſah man an der Ecke der Rue des Bons⸗ Enfants den Blitz von mehreren Flintenläufen glänzen und man hörte den abgemeſſenen Marſch einer Patrouille, welche, eine Verſammlung erblickend, ungefähr zehn Schritte vor der Gruppe Halt machte und durch die Stimme ihres Corporals:„Wer da?“ rief.
3„Freund!“ rief Maurice entgegen.„Freund, hierher, orin.“
Derjenige, an welchen dieſe Aufforderung gerichtet war, ſetzte ſich in Marſch, trat an die Spitze und näherte ſich, raſch gefolgt von acht Mann.—
„Ahl Du biſt es, Maurice,“ ſagte der Corporal, „ah, Libertin! was machſt Du in den Straßen zu dieſer Stunde?“
„Du ſiehſt es, ich komme von der Section der Brüder und Freunde.“
„Ja, wir kennen das, um in die der Schweſtern und Freundinnen zu gehen.
„Horch, Schöne, auf die Kunde, Daß in der Geiſterſtunde
Von heißer Lieb entſandt
Heut' eine treue Hand
Den Riegel ſachte ziehe,
Der ſonſt, wenn's dunkelt hinter Dir, Verſchließt die ſchwere Thür.
Iſt es nicht ſo?“


