Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 1.-4. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

und man ſah ein Epaulette auf einem militäriſchen Kleide glänzen..

Ich bin Officier, wie Ihr ſehen könnt, ſagte er. .Offieier... bei was 2

Bei der Bürgergarde.

Nun, was macht das uns 2 entgegnete ein Mann von der Truppe;kennen wir das, die Officiere von der Bürgergarde?

Was ſagt er? fragte ein Anderer mit dem ſchlep⸗ penden, ironiſchen, dem Mann des Volkes, oder vielmehr des Pariſer Pöbels, der ſich zu argern anfängt, eigen⸗ thümlichen Tone.

Er ſagt, wenn die Epaulette dem Officier nicht Reſpect verſchaffe, ſo werde der Säbel die Epaulette reſpectiren machen, entgegnete der junge Mann.

Zu gleicher Zeit that der unbekannte Vertheidiger der jungen Frau einen Schritt rückwärts, ſchob die Falten ſeines Mantels noch weiter zurück und ließ bei dem Schim⸗ mer eines Scheinwerfers einen ſoliden, breiten Infanterie⸗ ſäbel glänzen. Dann ergriff er mit einer raſchen Bewe⸗ gung, welche eine gewiffe Vertrautheit mit bewaffneten Kämpfen bezeichnete, den Führer der Freiwilligen am Kragen ſeiner Carmagnole, ſetzte ihm die Spitze ſeines Säbels an die Gurgel und ſprach:

Nun wollen wir wie zwei gute Freunde plaudern.

Aber, Bürger... ſagte der Anführer der Freiwil⸗ ligen, während er ſich loszumachen ſuchte.

Ahl! ich ſage Dir zum Voraus, daß ich Dir bei der geringſten Bewegung, die Du machſt, bei der gering⸗ ſten, die Deine Leute machen, den Degen durch den Leib jage.

Während dieſer Zeit hielten beſtändig zwei von der Truppe die Frau.

Du haſt mich gefragt, wer ich ſei, fuhr der junge Mann fort,Du hatteſt kein Recht dazu, denn Du be⸗ fehligſt keine regelmäßige Patrouille. Ich will es Dir