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wiſſen, was er dort thun wollte, ſein Pferd mit aller Wuth ſpornend, die Menge durchſchneidend, Alles nieder⸗ werfend, was ſich ihm in den Weg ſtellte, nach der Eſplanade; hier angelangt, erblickt er den Galgen und ſtöͤßt einen Schrei aus, der ſich unter dem Gebrülle des Volkes verliert, welches Canolles herausfordert und aufſta⸗ chelt, um ſich von ihm zerreißen zu laſſen.
In dieſem Augenblick gewahrt ihn Canolles; er er⸗ räth ſeine Abſicht und bedeutet ihm mit einem Zeichen des Kopfes, er ſei willkommen.
Cauvignac erhebt ſich auf den Steigbügeln, ſchaut umher, ob er nicht Barrabas oder einen Boten der Prin⸗ zeſſin kommen ſehe, horcht, ob er nicht das Wort „Gnade!“ erſchallen höre, aber er ſieht nichts, er hoͤrt nichts, als Eanolles, den der Henker von der Leiter los⸗ zumachen und in die Luft zu ſchleudern im Begriffe iſt, während er mit einer Hand auf ſein Herz deutet.
Da ſenkt Cauvignac ſeine Muskete in der Richtung des jungen Mannes, ſchlägt an, zielt und gibt Feuer.
„Ich danke,“ ſprach Canolles die Arme oͤffnend; nich ſterbe wenigſtens den Tod eines Soldaten.“
Die Kugel hatte ihm die Bruſt durchbohrt.
Der Henker ſtieß den Korper ab, und dieſer blieb am Ende des entehrenden Stranges hängen,. aber es war nur noch eine Leiche.
Der Knall wirkte wie ein Signal, tauſend andere Musketenſchüſee donnern gleichzeitig. Eine Stimme ruft:
„Haltet ein! haltet ein! ſchneidet den Strick ab.“
Aber dieſe Stimme verliert ſich im Gebrülle der Menge; überdies wird der Strick von einer Kugel abge⸗ ſchnitten; vergebens leiſtet die Wache Widerſtand, ſie wird von den Volkswogen zurückgeworfen; der Galgen wird zer⸗ trümmert, niedergeriſſen, vernichtet; die Henker fliehen, die Menge breitet ſich wie ein Schatten aus, bemächtigt ſich


