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wollten ihm die Wachen den Eingang verwehren; aber ge⸗ mäß der Vorſchrift von Cauvignae ſchwang er ſeinen Brief in der Luft und rief:
„Auf Befehl des Königs... auf Befehl des Kö⸗ nigs!“
Die Wachen hielten ihn für einen Boten vom Hofe und hoben ihre Hellebarden auf.
Barrabas drang alſo in den Pallaſt, wie er in die Stadt gedrungen war.
Es war aber, wie man ſich vielleicht erinnern wird, nicht das erſte Mal, daß der würdige Lieutenant von Mei⸗ ſter Cauvignac die Ehre hatte, vor Frau von Condé zu er⸗ ſcheinen. Er ſprang alſo vom Pferde, und da er ſeinen Weg kannte, ſo lief er raſch nach der Treppe und drang mitten durch die geſchäftigen Bedienten in die fürſtlichen Gemächer; hier blieb er ſtille ſtehen, denn er befand ſich einer Dame gegenübep, in welcher er die Frau Prinzeſſin erkannte, zu deren Füßen eine andere Frau lag.
„Oh!l Gnade, Hoheit, Gnade im Namen des Him⸗ mels!“ rief dieſe.
„Claire,“ erwiederte die Prinzeſſin,„laß mich, ſei vernünftig, bedenke, daß wir unſerer Eigenſchaft als Frauen entſagt haben, wie wir unſern Kleidern entſagten: wir ſind die Statthalter des Herrn Prinzen, und die Staats⸗
raiſon befiehlt.“ 4 8„Oh! Madame, es gibt keine Staatsraiſon mehr für mich,“ rief Claire,„es gibt keine politiſche Partei, keine Meinung mehr für mich, er nur allein iſt für mich in dieſer Welt vorhanden, die er verlaſſen ſoll, und wenn er ſie verlaſſen hat, gibt es für mich nur noch den Tod.“
„Claire, mein Kind, ich habe Dir bereits geſagt, es wäre unmöglich,“ verſetzte die Prinzeſſin;„ſie haben uns Richon getödtet, wenn wir ihnen nicht Gleiches mit Glei⸗ chem vergelten, ſind wir entehrt.“
„Oh! Madame, man hat ſich nie dadurch entehrt, daß man Gnade übte; man hat ſich nie dadurch entehrt,


