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Die Vicomteſſe ließ ſeinen Arm los, verſuchte es, einige Schritte zu machen, kehrte aber dann wieder zu ihrem Ge⸗ liebten zurück und rief:
„Ohl nein, nein, ich werde ihn nicht verlaſſen.“ Dann, als ſie hörte, daß das Thor wieder geöffnet wurde:—
„Gott ſei gelobt, Herr Lenet und der Herr Herzog kommen zuruͤck.“
Hinter dem Herrn Herzog, welcher mit ſeiner unem⸗ pfindlichen Miene wieder eintrat, erſchien wirklich Lenet, das Geſicht verſtört und die Hände zitternd. Bei dem erſten Blick, den der arme Rath mit ihm austauſchte, begriff Canolles, daß er nichts mehr zu hoffen hatte und daß er wirklich verurtheilt war.
„Nun?“ fragte die junge Frau, während ſie eine ſo heftige Bewegung gegen Lenet machte, daß ſie Canolles mit ſich fortzog.
„Nun,“ ſtammelte Lenet,„die Frau Prinzeſſin iſt in Verlegenheit.“
„In Verlegenheit?“ rief Claire,„was ſoll das be⸗ deuten?
„Das bedeutet, daß ſie nach Euch verlangt,“ ſagte der Herzog,„daß ſie Euch ſprechen will.“
„Iſt das wahr, Herr Lenet?“ rief Claire, ohne ſich darum zu bekümmern, was in dieſer Frage Beleidigendes für den Herzog lag. 4
„Ja, Madame,“ ſtammelte Lenet.
„Aber er?“ fragte ſie.
„Wer?“
„Herr von Canolles?“
„Nun, Herr von Canolles kehrt in ſein Gefängniß zurück und Ihr bringt ihm die Antwort der Prinzeſſin,“ erwiederte der Herzog.
„Werdet Ihr bei ihm bleiben, Herr Lenet?“ fragte Claire. 8 „Madame...“


