Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 7.-8. Bändchen (1846)
Entstehung
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ckel zu ſeinen Füßen, den Kopf auf ſeine beiden Hände geſtützt.

Bei dem Geräuſche erhob der junge Mann das Haupt, und Canolles erkannte Frau von Cambes. Ah! rief ſie aufſtehend,da iſt er endlich. Claire, murmelte Canolles,was wollt Ihr hier? Mit Euch ſterben, wenn Ihr ſterben wollt.

Ich bin entehrt, verloren, ich muß wohl ſterben.

Ihr ſeid gerettet und glorreich, gerettet durch mich!

Verloren durch Euch! Hört ihr ſie? ſte kommen, hier ſind ſie! Flieht, Claire, flieht durch dieſen unterirdi⸗ ſchen Gang; Ihr habt fünf Minnten, das iſt mehr, als Ihr braucht. 8

Ich fliehe nicht, ich bleibe.

Aber wißt Ihr, warum ich hier herabgeſtiegen bin? wißt Ihr, was ich thun will?

Frau von Cambes hob die Fackel auf, näherte ſich dem Pulferfaß und erwiederte:

Ich vermuthe es.

Claire, rief Canolles erſchrocken,Claire!

Wiederholt noch einmal, daß Ihr ſterben wollt, und wir ſterben mit einander.

Das bleiche Antlitz der Vicomteſſe deutete eine ſolche Entſchloſſenheit an, daß Canolles begriff, ſie würde thun, was ſie ſagte: er hielt inne.

Aber, was wollt Ihr denn? fragte er.

Daß Ihr Euch ergebet.

Nie! rief Canolles.

Die Zeit iſt koſtbar, ſprach die Vicomteſſe,ergebt Euch. Ich biete Euch das Leben, ich biete Euch die Ehre as indem ich Euch die Entſchuldigung des Verrathes gebe.

So laßt mich fliehen, ich lege mein Schwert vor die

Füße des Königs und verlange Gelegenheit, mir Genug⸗

thuung zu verſchaffen.

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