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Und das junge Mädchen ging gegen den bezeich⸗ eten Dri hin, und verſchwand hinter dem großen
egel.
„Arme Cäcilie,“ murmelte Samuel.
„Wenn wir gerade an der Stelle ſind,“ ſagte Ezeni„nicht wahr, dann wirſt Du mich in Kenntniß etzen.“
„Seien Sie ohne Sorgen, mein Fräulein.“
Samuel bückte ſich, ſo daß er unter den Segeln hindurchſehen konnte, und er ſah, wie Cäcilie auf den Knieen lag und betete.
Ohngefähr fünf Minuten verfloſſen, während welcher der Pilot ſeine Augen auf den Palmbaum ge⸗ richtet hatte. Endlich, als der Palmbaum ſich gerade dem Bugſpriet gegenüber befand, rief er:
„Hier iſt es!“
„Hier bin ich, Heinrich!“ antwortete eine Stimme; hierauf ließ ſich das Fallen eines ſchweren Körpers in das Waſſer vernehmen. 3
„Zemand im Meere?“ rief der zweite Lieutenant, welcher die Wache hatte.
Samuel war mit einem Sprunge vom Steuer⸗ ruder an der Schanze. Er ſah etwas Weißes, wel⸗ ches das Kielwaſſer des Schiffes herumdrehte. End⸗ lich ſank dieſe Art ſchwimmenden Dunſtes auf der
Oberfläche des Waſſers unter und verſchwand.
„Darum alſo hat ſie,“ ſprach Samuel, indem er den Ruderſtock wieder ergriff,„darum alſo hat ſie Gott gebeten, er möge ihr verzeihen!“
Die ſchöne Anna ſetzte ihre Reiſe fort, und langte nach einer weitern Fahrt von achtzehn Tagen glücklich in Point a Pitre an.


