Teil eines Werkes 
Das Braut-Kleid : drei Theile : Teil 1 (1845)
Entstehung
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Tag hinwarfen, die munteren Finken, die glänzenden Diſtelfinken und die dreiſten Sperlinge freudig herum⸗ hüpften. 6 4 Ich weiß nicht, woher es kommt, theure Cäcilie, aber heute iſt mir das Herz voll von Freude und Hoffnung, es iſt hier Alles ſo ſchön, ſo großartig, die Vegetation der Bäume, das Leben der Menſchen, daß mein ewiger Zweifel von mir zu weichen, und mein ſo lange gepreßtes Herz ſich zu erweitern und freier zu ſchlagen beginnt.

Ich habe ſchon viele Zeilen geſchrieben, ohne Ihnen zu ſagen, daß ich Sie liebe; aber, Cäcilie, ich fürchte, es Ihnen zu oft zu wiederholen; wenn ich es Ihnen mündlich ſagen könnte, dann ſcheint es mir, daß der Ausdruck meiner Augen, der Ton meiner Stimme, ſo gut für mich ſprechen würden, daß Sie mir meine ewigen Wiederholungen verzeihen müßten.

Da kommt mein Onkel und will mich durchaus fortführen, um mir ſeine Pflanzungen zu zeigen. widerſtehe; allein er ſagt mir, daß ſie einſt die Ihri⸗ gen werden würden, und dieſer Grund beſtimmt mich, Sie auf eine oder zwei Stunden zu verlaſſen. Auf Wiederſehen, Cäcilie!

Wiſſen Sie, Cäcilie, was wir thun werden, wenn Sie einſt hieher kommen, um auf Guadeloupe zu wohnen? Wir werden eine Zeichnung von dem klei⸗ nen Landhauſe, und einen Plan von dem kleinen Gar⸗ ten fertigen. Wir werden Saamen von allen Ihren Blumen mitnehmen, und mitten in der Pflanzung mei⸗ nes Onkels werden wir das kleine Paradies von Hen⸗ don beſitzen.

Ich bringe meine Tage damit zu, Entwürfe zu machen, Luftſchlöſſer zu bauen, und Gott zu bitten, auf meine Traume nicht zu zürnen und ihnen zu gön⸗ nen, daß ſie einſt verwirklicht werden.

Glücklicher Weiſe bin ich faſt immer allein, d. h.