Die Marquiſe machte dem Municipalofſicianten eine würdevolle Verneigung, und die kleine Cäcilie warf ihm einen Kuß zu.
Dann ſtiegen alle drei wieder in die Carriole. Peter Durand nahm ſeinen Platz auf der Deichſel wieder ein, und nachdem er ſich überzeugt hatte, daß die beiden Frauen und das Kind auf dem Wagen gut ſitzen, gab er dem Pferde einen Hieb mit der Peitſche, welches ſich dann in einen kurzen Trab verſetzte.
„Apropos, meine Tochter,“ ſagte nach einer Weile die Marquiſin.„Wie nennt ſich dieſer brave Mann?“
„Ludwig Duval,“ ſagte die Baroneß, deren erſte Sorge es geweſen war, den Namen ihres Retters unten auf dem Paſſe aufzuſuchen.
„Ludwig,“ entgegnete die Marquiſe, nes ſcheint doch, daß dieſe Leute vom Volke nicht alle Jakobiner und Mörder ſind.“ 3
Bei dieſen Worten rollten zwei große Thränen über die Wangen der Baroneß herab.
Die kleine Cäcilie trocknete ſie mit zwei Küſſen ab.
IIl.
Man hat geſehen, daß Königinnen weinten, wie
die einfachſten Frauen.*
Nun einige Worte über dieſe beiden Frauen und
über dieſes Kind, welche, Dank dem würdigen Offi⸗
cianten, wie wir geſehen haben, einer ſehr großen
Gefahr entgingen.
— Die altere dieſer beiden Damen nannte ſich die Marquiſe de la Roche⸗Bertaud, ſie war eine gebo
de Chemillé, und alſo ſowohl von Geburt/als
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