Teil eines Werkes 
Das Braut-Kleid : drei Theile : Teil 1 (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Schutzes Anderer!

wir etwas für Andere thun können, bedürfen wir des

Ach, ja, Du haſt Recht, meine Tochter, ant⸗ wortete die Marquiſe.Ich vergeſſe immer wer wir ſind, und was aus unſerem armen Lande gewor⸗ den iſt. 1

Stille, meine Mutter, ſagte die junge Frau, ſprechen Sie doch um des Himmels willen ſolche Worte nicht.

O, Sie haben nichts zu fürchten, meine Damen, ſagte der Officiant,das heißt, ſo lange Sie derglei⸗ chen Sachen bloß vor mir ſprechen... Aber wenn ich Ihnen einen Rath geben darf, Frau Marquiſe, ſo iſt es der, daß Sie ſo wenig als möglich ſprechen, fügte er lachend bei;denn Sie haben einen ariſtokra⸗ tiſchen Accent, und der iſt in gegenwärtiger Zeit un⸗ gangbar; und wenn Sie ſprechen, ſo rathe ich Ihnen ferner, das Du zu gebrauchen und die Leute Bürger anzureden..

fNiemals, mein Herr, niemals, ſchrie die Mar⸗ quiſe. Wegen mir, meine Mutter, wegen meines ar⸗ men Kindes! ſagte die Baroneß,es hat ja ſeinen Vater ſchon verloren. Was ſollte aus ihm werden, wenn es auch uns beide verlieren würde?

Nun, es ſei! ſagte die Marquiſe;ich verſpreche Ihnen, meine Tochter, zu thun, was möglich iſt.

Und nun, meine Damen, wollen Sie Ihre Reiſe mit dieſem Paß fortſetzen? 4

.us rathen Sie, mein Herr? fragte die Ba⸗ roneß. Statt Ihnen zu nützen, wird er Ihnen vielmehr höchſt nachtheilig werden können. Keine von Ihnen

ſcheint das Alter zu haben, welche derſelbe enthält, und wie ich Ihnen geſagt habe, Ihre Fräulein Toch⸗

ter iſt darin nicht aufgeführt.

8

6ö5ö