werke einfach zu beſichtigen, waren vier Municipaloffi⸗ cianten an der Barrière ſtationirt, um die Päſſe zu vifiren. Und ein Poſten freiwilliger Nationalgardiſten hielt ſich bereit, ſie zu unterſtützen, wenn es die Um⸗ ſtände nothwendig machen follten.
Jeder Reiſewagen, welcher dem kleinen Fuhrwerke vorfuhr, wurde angehalten, und bis in die geheimſten Fächer durchwühlt. Keiner derſelben zeigte einen ver⸗ dächtigen Inhalt; denn alle paſſirten ohne Anſtand hinaus; ſo erreichte das kleine Fuhrwerk das Gitter⸗ thor und hielt vor dem Wachpoſten an. Der Bauer hob nun, ohne irgend eine Frage abzuwarten, die Lein⸗ wand, welche ſeinen Wagen ſchloß, in die Höhe, und reichte ſeinen Paß dar.
Dieſer Paß, welcher von der Mairie zu Abbeville ausgeſtellt war, erſuchte die Behörden, den Pächter Pierre Durand, ſeine Frau, Catharina Payot, und ſeine Mutter, Gervaſia Arnould, welche alle Drei ſich nach Paris begaben, ungehindert paſſiren zu laſſen. Auf der andern Seite autoriſirt die Municipalität von Paris die genannten Perſonen, nach dem Dorfe Aonätn, ihrem gewöhnlichen Aufenthaltsorte, zurück zu kehren.
Der Municipalofficiant ſtreckte ſeinen Hals in den Wagen hinein; er umſchloß eine Frau von fünf und vierzig bis fünfzig Jahren, eine andere von fünf und zwanzig bis acht und zwanzig Jahren, und ein kleines vierjäyriges Mädchen Alle Drei waren in Norman⸗ niſche Bauerntracht gekleidet, und ſie trugen, das Kind ausgenommen, die großen Hauben der Frauen aus dem Pays de Caux..
„Wer heißt Gervaſia Arnould?“ fragte der Mu⸗ nicipalofficiant. 4 4
„Ich, mein Herr,“ entgegnete die ältere der bei⸗ den Frauen. „Wer heißt Katharina Payot?“ fuhr der Fragende
ort.


