Teil eines Werkes 
3. Bd. (1835)
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Aufenthalts in Köln öfters mit einem guten Schluck erlabt hatte, ohne durch läſtiges Aus⸗ fragen über ſein Thun und Laſſen, Wollen und Treiben gequält zu werden,(wie es ſonſt der Wirthe Sitte bei ſtattlichen Herren iſt) trat er auch jetzt ein, um ſich, bevor er den Ritt nach Velgeſte zum Freiſtuhl bei Sweynte vor der Brücke begann, noch durch einen Johannisſegen zu ſtärken. Es war Nachmittag; ein dichter Ne⸗ bel, der bereits einige Tage angehalten, brütete in die engen Straßen der alten Stadt hinein. Zumal in der Gegend um die Lyskirche an der Burgmauer war's ſo öde, daß man ſchier Stun⸗ denlang keinen Menſchentritt hörte. Das Roß, welches er am Treppengeländer vor der Haus⸗ thüre angebunden, ſchnoberte, als wollte es, Gott weiß⸗was, herauswittern, in den dichten Nebel hinein. Der Törringer ließ ſich einen gu⸗ ten Schoppen vorſtellen und ſann der Zukunft, in deren Schooße die nahe Entſcheidung ſeiner Rechtsſache noch verborgen lag. Er hatte ſeinen Feind, den ungerechten Herrn Heinrich von Landshut, der ihn zum Aeuſſerſten getrieben, vor Ludwig Schunkatel, dem Freigraven zu Velgeſte